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Tram-Museum erhält 200.000 Euro vom Land

Sehnde Tram-Museum erhält 200.000 Euro vom Land

Frohe Kunde für das Straßenbahnmuseum in Wehmingen: Der Museumsverein erhält 200.000 Euro von der Landesregierung. Das Geld stammt aus den Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung (Zile). Das Museum will damit auf seinem Gelände eine neue Werkstatt- und Ausstellungshalle mit Gleisbett bauen.

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Die neue Fahrzeughalle soll noch in diesem Jahr auf der Brache hinter der alten Werkstatt im Kesselhaus entstehen.

Quelle: Katja Eggers

Wehmingen. Die neue Halle soll auf der Brache hinter der alten Werkstatt im Kesselhaus entstehen und zum Unterstellen der historischen Straßenbahnen dienen. Das Museum beherbergt derzeit 134 Wagen. Sie sind in der alten Fahrzeughalle und in den Hallen der ehemaligen Munitionsfabrik im Wald untergebracht. 30 Trams stehen jedoch Freien. "Wenn ein Wagen fünf Jahre draußen steht, ist das Dach von Wind und Wetter hin", sagt Bodo Krüger vom Museumsverein. Mit der neuen Halle können endlich alle Straßenbahnen unter ein schützendes Dach gebracht werden. „Darauf warten wir schon seit Jahrzehnten“, sagt Krüger. Die frohe Kunde hat am Mittwoch die örtliche Landtagsabgeordnete Silke Lesemann (SPD) mitgeteilt.

Die neue Halle wird mit etwa 25 Metern Breite, 50 Metern Länge und sieben Metern Höhe um einiges größer als die alte und obendrein fünf statt vier Gleise haben. Der Neubau ist zudem als Doppelhalle mit zwei Dächern geplant. In dem einen Teil will das Museum Straßenbahnen unterstellen, in der anderen Hälfte soll eine neue Werkstatt entstehen. Dazwischen wird es eine große Fensterfront geben. "Besucher können unserem Werkstatt-Team dann durch die Scheiben beim Arbeiten zusehen", erklärt Krüger.

Die Ehrenamtlichen reparieren und restaurieren in der Werkstatt im Kesselhaus die alten Trams. Auch bei der neuen Halle will der Verein viel in Eigenregie wuppen. "Wir kümmern uns um die Innenausstattung, legen die Weichen und installieren die Beleuchtung", sagt Krüger. Den Bau der Halle und vor allem die Statik soll jedoch eine Fachfirma übernehmen.

Baubeginn könnte laut Krüger schon im Spätsommer oder Frühherbst sein. Für die Halle hat der Museumsverein 350.000 Euro veranschlagt. Der Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro kommt dem Museum gerade recht. Den Rest finanziert der 350 Mitglieder starke Verein aus Eigenmitteln, vor allem aus Spenden und Rücklagen. Einen Kredit wird das Museum ebenfalls noch aufnehmen. "Mit den Zile-Mitteln können wir das Projekt viel einfacher stemmen", betont Krüger.

Das freut auch Lesemann. Das Museum sei mit seiner vielfältigen Sammlung historischer Straßenbahnen und seinem Fahrbetrieb in Deutschland einzigartig. "In den vergangenen Jahren hat es sich zu Recht zu einem Besuchsmagneten entwickelt, der weit über die Region Hannover hinaus Gäste anzieht."

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Das Hannoversche Straßenbahn-Museum in Wehmingen wird im Juli Mekka für junge Musikfans.

Quelle: Katja Eggers (Archiv)

Von Katja Eggers

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