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24-jährige Brandstifterin muss in Psychiatrie

Sehnde 24-jährige Brandstifterin muss in Psychiatrie

Das Landgericht Hildesheim hat eine 24-jährige Bewohnerin des Klinikum Wahrendorff wegen versuchter schwerer Brandstiftung verurteilt. Statt einer Haftstrafe wird sie in einer geschlossenen Abteilung des psychiatrischen Krankenhauses untergebracht.

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Das Gericht verurteilt eine 24-jährige Brandstifterin.

Quelle: Symbolbild/Uli Deck

Sehnde. Die 24-Jährige wurde in dem Prozess für schuldig befunden. Allerdings setzt eine Verurteilung in einem Strafverfahren auch eine Schuldfähigkeit voraus. Die sah das Gericht laut Gerichtssprecher Felix Muntschick bei der 24-Jährigen nicht als gegeben an. Weil die Schuldunfähigkeit schon früh zur Debatte stand, sei das Verfahren bereits von Anfang an als sogenanntes Sicherungsverfahren geführt worden, erklärt Muntschick. Die Kammer habe zudem festgestellt, dass die junge Frau auch in Zukunft gefährlich werden könnte und deshalb in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung therapiert werden müsste. Dabei werde in gewissen Zeiträumen überprüft, ob Besserung eintritt. Die Frau habe also durchaus Chancen, die geschlossene Abteilung irgendwann wieder zu verlassen, so Muntschick.

Die 24-Jährige hatte im September vergangenen Jahres in ihrem Zimmer im Klinikum Wahrendorff in einem Schrank Feuer gelegt. Ein 28-jähriger Pfleger entdeckte das Feuer zuerst. Er konnte mithilfe eines Arztes und einem Feuerlöscher die Flammen ersticken. 23 Patienten mussten in dieser Nacht im September aus dem Gebäude evakuiert werden. Vier Menschen, darunter der Pfleger und der Arzt, erlitten leichte Rauchgasvergiftungen.

Für die Feuerwehr war der Brand in der psychiatrischen Klinik ein Großeinsatz. Insgesamt waren 43 Feuerwehrleute aus Ilten, Sehnde, Höver und Bilm im Einsatz. Sie mussten nach den Löscharbeiten die Station des Klinikums unter Einsatz eines sogenannten Überdrucklüfters vom Brandgeruch befreien. An dem Gebäude entstand ein Schaden von 7200 Euro.

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Von Redakteur Patricia Oswald-Kipper

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