Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Landvolk: Scharfe Kritik an Peta-Vorwürfen

Sehnde Landvolk: Scharfe Kritik an Peta-Vorwürfen

„Menschenverachtend und völlig unfassbar“: Mit diesen Worten reagiert der Landvolk-Kreisverband Hannover auf die Anzeige der Tierrechtsorganisation Peta gegen den vom Großbrand in Dolgen betroffenen Landwirt. Der Mann werde von den Tierrechtlern absolut zu Unrecht angegriffen.

Voriger Artikel
Nur Kirchstraße wird ausgebaut
Nächster Artikel
Der Markt dient dem Flüchtlingscafé

Flammen schlagen lichterloh in den Himmel: Die brennende Scheune in Dolgen. Ein Defekt in einem Trecker hatte das Feuer ausgelöst.

Quelle: Archiv/Feuerwehr

Dolgen. Holger Hennies, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes, spricht deutliche Worte: „Hier wird bewusst die Notlage anderer Menschen für eigene Ziele missbraucht“, kommentiert er die Anzeige der Peta-Tierrechtler gegen den Landwirt. Der Mann, der in Hänigsen lebt und die vom Großfeuer betroffene Hofstelle in Dolgen betreibt, hatte vor knapp zwei Wochen 15 Zuchtrinder der Rasse Deutsch Angus verloren. Die Tiere verbrannten oder erstickten in den Flammen, welche auch die gesamte Scheune samt Fotovoltaikanlage vernichtete.

Peta stellte wenige Tage nach dem Großbrand Strafanzeige gegen den Landwirt. Der Tod sei möglicherweise durch unzureichenden Brandschutz in Kauf genommen worden. Jedes Tier, das bei einem Brand im Stall sterbe, sei fahrlässig getötet worden, sagte Edmund Haferbeck, Leiter der Peta-Rechtsabteilung. Die Anzeige basiere auf Presseberichten und nicht auf eigenen Recherchen, hieß es.

Hennies sieht den betroffenen Landwirt indes völlig zu Unrecht angegriffen. Wenn Peta ihm nun Sorglosigkeit im Umgang mit seinen Tieren vorwirft, stelle das nicht nur diesen einen Landwirt, sondern alle Tierhalter unter Generalverdacht. Das sei „menschenverachtend und völlig unfassbar“. Landwirte handelten „selbstverständlich zum Wohl der Tiere“.

Die Scheune in Dolgen hatte bereits lichterloh gebrannt, als die Feuerwehr eintraf. Die Einsatzkräfte untersagten es unter anderem dem Vater des Landwirts sowie einem auf der Hofstelle lebenden Mieter, die Scheune zu betreten, um die Tiere möglicherweise noch zu retten. Für die Männer hätte Lebensgefahr bestanden.

Bei dem Großbrand in Dolgen waren mehr als 160 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie verhinderten, dass die Flammen auf benachbarte Gebäude übergriffen. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Sehnde
doc6sm82k9a5gp1kboi3cj1
Barockkirche birgt einen Schatz

Fotostrecke Sehnde: Barockkirche birgt einen Schatz