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Lidl: Abbiegerspur und Verkehrsinsel geplant

Sehnde Lidl: Abbiegerspur und Verkehrsinsel geplant

Die Supermarktkette Lidl will sich in Sehnde neu aufstellen und seine Filiale an der Nordstraße mit einem Neubau deutlich vergrößern. Jetzt ist klar, dass auch eine Verkehrsinsel gebaut wird - so wie es sich der Seniorenbeirat gewünscht hatte. Eine Ampel oder ein Zebrastreifen sind aus dem Rennen.

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Die Verkehrssituation am Lidl-Parkplatz an der Nordstraße ist unübersichtlich: Hier soll eine Verkehrsinsel gebaut werden, damit Fußgänger die Fahrbahn in Richtung Zentrum leichter überqueren können.

Quelle: Oliver Kühn

Sehnde. Das Planungsbüro PGT Umwelt und Verkehr hatte die Verkehrssituation an einer der verkehrsreichsten Stellen im Dezember unter die Lupe genommen und im Ortsrat Sehnde und Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt. Demnach passieren die Nordstraße täglich rund 10.300 Autos aus Richtung Norden und 8800 Autos aus Richtung Süden. "Die Anbindung an die Nordstraße ist derzeit für Fußgänger und Radfahrer sehr unübersichtlich", erläuterte Fachdienstleiter Godehard Kraft. Die Ein- und Ausfahrt soll deshalb umgebaut und vor allem verengt werden. Die Kosten dafür will der Discounter übernehmen. Die Anlieferung ist nicht betroffen und führt weiterhin über die Straße des Großen Freien.

Damit Fahrer aus Richtung Bolzum beim Linksabbiegen auf das Lidl-Gelände nicht den Verkehr behindern, soll dort ein Linksabbieger entstehen. "Das verbessert den Verkehrsfluss deutlich", sagt der stellvertretende Ausschussvorsitzende Max Digwa. Vor allem zu den Spitzenzeiten zwischen 16 und 17 Uhr, wie das Planungsbüro gezählt hat.

Parallel dazu soll die Verkehrsinsel gebaut werden. Dort wechselten die meisten Menschen die Straße, sagt Digwa. Das sei für Kunden und Lidl gleichermaßen ein Vorteil, weshalb der Ausschuss die Planungen positiv zur Kenntnis genommen habe. Auch der Seniorenbeirat ist mit der neuen Lösung zufrieden. Er wollte ursprünglich eine Verkehrsinsel in Höhe der Straße des Großen Freien, wo eine Seniorenanlage mit DRK-Station liegt. "Da war von den Lidl-Plänen aber noch nichts bekannt", sagt der stellvertretende Sprecher Karlheinz Drewes. Mit der neuen Lösung könne man gut leben, weil dort eine direkte Anbindung an die Innenstadt zum Rathaus, Marktplatz und Mittelstraße gegeben sei.

Pläne für eine Bedarfsampel oder einen Zebrastreifen sind damit zu den Akten gelegt worden. Bei einer Ampel blieben die Kosten bei der Stadt hängen, sagte Kraft, und mit einem Zebrastreifen tue sich die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erfahrungsgemäß schwer. Sogar ein Kreisel sei von den Planern angedacht worden - doch dafür gebe es keinen Platz. Und Grundstückseigentümer dächten nicht an einen Verkauf: „Da bekommen wir keinen Quadratmeter." Auch einer Tempo-30-Zone zur Verkehrsberuhigung erteilte Kraft eine Absage: Eine Verkehrsinsel bringe schon viel.

 Lidl will seine Filiale um 400 auf dann rund 1400 Quadratmeter Verkaufsfläche vergrößern. Der Neubau soll das neue Filialkonzept mit einer besseren Präsentation des Angebots durch eine großzügigere Ladengestaltung etwa mit niedrigeren Regalen und breiteren Gängen umsetzen. Eine Ausweitung des Sortiments ist aber nicht geplant.

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Von Oliver Kühn

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