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Flüchtlingsunterkünfte sind bezugsfertig

Sehnde Flüchtlingsunterkünfte sind bezugsfertig

Die Umbauarbeiten sind fast abgeschlossen, die Helfer stehen bereit: In Rethmar und Höver konnten jetzt die ersten Flüchtlinge ihre neuen Unterkünfte beziehen – nach und nach kommen neue dazu. Nun hat sich auch Bundestagsabgeordneter Matthias Miersch die Räume angeschaut: "Sehnde ist vorbildlich."

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Franziska Burbulla (links) und Mursam Acik von der AWO betreuen die Flüchtlinge, die in das Hotel Zur Linde in Höver ziehen.

Quelle: Lisa Malecha

Rethmar/Höver. Bis zu 150 Asylsuchende können nun im Hotel Zur Linde in Höver untergebracht werden, in Rethmar könnten bis zu 80 auf das ehemalige Gelände des Bundessortenamts ziehen. „Wir belegen allerdings nur peu à peu. Nur so können wir verwaltungstechnisch hinterherkommen“, sagt Fachdienstleiterin Susann Thier. Priorität habe die Unterkunft im ehemaligen Hotel Zur Linde. Dort wurden bereits 21 Männer, Frauen und Kinder in vier Trakten untergebracht, am Dienstag kommen acht weitere hinzu. „Größtenteils Alleinreisende, da nur wenige Zimmer für ganze Familien geeignet sind“, sagt Thier. Je nach Geschlecht können diese auf die verschiedenen Gebäudeteile verteilt werden: Im ehemaligen Gästehaus leben Frauen mit Kindern, im Rezeptionstrakt alleinreisende Männer.

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Betreut werden die Neuankömmlinge von fünf AWO-Mitarbeitern. Nachts und am Wochenende hat die Stadt zudem einen Sicherheitsdienst beauftragt. „Die Bewohner haben 24 Stunden am Tag einen Ansprechpartner“, sagt Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke, der dem Bundestagsabgeordenten Matthias Miersch die Räumlichkeiten zeigte. „Sehnde ist vorbildlich, alles macht einen sehr guten Eindruck“, sagte Miersch.

Auch in Rethmar sind bereits zwei von drei Gebäuden auf dem Gelände des ehemaligen Bundessortenamts bezugsfertig. Das dritte soll bis zum Sommer mit neuen Sanitäranlagen und Küchen ausgestattet werden. Momentan leben dort 15 Asylsuchende, die vor allem von Bürgern betreut werden. „Wir haben in Sehnde über 200 Ehrenamtliche, die viel leisten“, lobt Lehrke. Diese hätten beispielsweise vergangene Woche innerhalb eines Tages eine Wohnung für eine achtköpfige Familie eingerichtet. „Zwei der Familienmitglieder sitzen im Rollstuhl. Die Helfer haben ihnen sogar Rampen gebaut“, sagt Lehrke. Des weiteren organisiert das Ehrenamtliche Netzwerk für Asylsuchende in Sehnde (ENAS) Sprachkurse, bieten Alltagshilfe und reparieren Fahrräder. „Wir planen auch eine Holzwerkstatt“, sagt Karl-Heinz Reinsch von der Fahrradwerkstatt: „An Ideen und Helfern mangelt es uns hier nicht.“

Von Lisa Malecha

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