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Mehr Polizeipräsenz erwünscht

Sehnde Mehr Polizeipräsenz erwünscht

Die Sondersitzung des Rates und der zehn Ortsräte zur Flüchtlingskrise stieß bei den Sehndern auf wenig Interesse. Außer den geladenen Kommunalpolitikern nutzten am Donnerstagabend in der Mensa der Kooperativen Gesamtschule nur wenige Menschen die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

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Außer den eingeladenen Rats- und Ortsratsmitgliedern nutzen nur wenige Bürger die Chance auf Information über Flüchtlinge.

Quelle: Oswald-Kipper

Sehnde. In der Ratssitzung ging es vor allem um allgemeine Vorgänge und Abläufe hinsichtlich der Flüchtlingsunterbringung und -betreuung. Bei Informationsveranstaltungen zu neuen Flüchtlingsheimen waren in den vergangenen Wochen immer wieder Fragen aufgekommen.

Zurzeit leben rund 280 Asylbewerber in Sehnde, 135 muss die Stadt noch bis Ende März aufnehmen. „Wir sind im Regionsvergleich verdammt gut aufgestellt“, sagte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke am Donnerstag vor den Kommunalpolitikern. Er betonte, dass die Stadt immer noch in der guten Lage sei, bisher keine Massenunterkünfte in Turnhallen einrichten zu müssen. Es gebe für dieses Jahr noch Kapazitäten für rund 330 Flüchtlinge.

Susann Thier, Fachdienstleiterin Soziales, erklärte in diesem Zusammenhang aber auch, wie Abschiebungen sowie Ausweisungen vonstatten gehen. Zudem war die Eingliederung von jungen Flüchtlingen in die Schule sowie in den Kindergarten Thema.

Die Rats- und Ortsratsmitglieder hatten zudem die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Dabei äußerten einige Kommunalpolitiker, später auch einige Zuhörer, ihre Bedenken. So wies der Bilmer Ortsbürgermeister Bernd Ostermeyer (CDU) darauf hin, dass nach den Übergriffen an Silvester in verschiedenen deutschen Städten gerade Ältere im Dorf ängstlich auf die Flüchtlinge reagierten. Nils Wilke-Rampenthal (CDU) vom Ortsrat Dolgen, Evern, Haimar kritisierte die Zusammenarbeit mit der Polizei. Einige Dorfbewohner bemängelten, dass die Ordnungshüter zu wenig präsent seien. Ein besorgter Bürger äußerte zudem seine Ängste hinsichtlich der fremden Kultur der Flüchtlinge und forderte, dass diese sich anpassen müssten.

Bürgermeister Lehrke wies die Bedenken zurück. Die Zusammenarbeit mit dem Kommissariat in Lehrte sei sehr gut, man sei in regelmäßigem Kontakt. Laut Lehrke gibt es bisher keine Probleme mit und unter Flüchtlingen, die etwa mehr Einsätze der Polizei rechtfertigten. „Große Dinge sind uns zumindest bisher nicht zu Ohren gekommen“, sagte Lehrke.

Er machte aber auch klar, dass die Integration der Flüchtlinge eine große, gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Lehrke riet in dem Zusammenhang, „weniger über als mehr mit den Flüchtlingen zu sprechen“.

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Von Redakteur Patricia Oswald-Kipper

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