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Merit-Louisa schafft den Weitsprung-Rekord

Ilten Merit-Louisa schafft den Weitsprung-Rekord

450 Kitakinder, Schüler und Erwachsene aus der Region haben am Donnerstag bei der Sportabzeichen-Tour des Regionssportbundes in Ilten mitgemacht - nur halb so viele wie im Vorjahr. Weil die Resonanz schwindet, wird die Tour im nächsten Jahr eingestellt.

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3,42 Meter: Die zehnjährige Merit-Louisa ist auf dem Weg zu ihrem Weitsprungrekord und wird kräftig angefeuert.

Quelle: Kühn

Sehnde. Die Sportanlage des MTV war das Mekka der jungen Sportler. 250 Schüler der ersten bis sechsten Klassen und 150 Kitakinder konnten ihre Ausdauer beim Laufen, Kraft beim Werfen, Schnelligkeit im Sprint und Koordination etwa im Weit- und Hochsprung zeigen. Beim Schützenverein Ilten konnte man sogar das Schießsportabzeichen ablegen. Das Wetter war fast perfekt: Knapp 20 Grad, ein leichter Wind - nur ab und zu nervte ein kurzer Regenschauer.

Manche Schüler hat der Wettbewerb offenbar voll motiviert. Merit-Louisa (10) aus Klein Heidorn wuchs über sich hinaus und schaffte mit 3,42 Meter beim Weitsprung den Rekord - und sicherte sich so Gold. Dagegen hatten so einige Grundschüler ihre Mühe beim Weitwurf. „Die Motorik wird schlechter“, hat Anna-Janina Niebuhr, Geschäftsführerin des Regionssportbundes, beobachtet. Das liege daran, dass der Anteil und Stellenwert von Sport in der Schule abnehme. Das Sportabzeichen sei deshalb eine gute Möglichkeit, dem etwas entgegenzusetzen - doch das stehe und falle mit der Bereitschaft der Lehrer.

Und die scheint ständig zurückzugehen. Die Sprachheilschule Ilten etwa hat sich gar nicht beteiligt, berichtet Marlies Melchert, Vorsitzende des ausrichtenden MTV Ilten. Selbst aus der Kooperativen Gesamtschule Sehnde, mit rund 1750 Schülern eine der größten allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen, seien nur 49 Anmeldungen eingegangen: „Das ist sehr bedauerlich.“ Dennoch hofft Melchert, dass der eine oder andere zum Verein kommt. Nach der Jugendolympiade im vergangenen Jahr habe sich eine Faustballgruppe mit zwölf Kindern gegründet.

Auch bei den freiwilligen Helfern wird die Situation schwieriger. „Es gibt keinen Sportabzeichennachwuchs“, bedauert die 64-Jährige Heidi Jäger vom VSV Hohenbostel. Auch die Ehrenamtlichen des MTV sind bereits 70 oder älter. Maurice Seck mit seinen 19 Jahren war die Ausnahme. „Die Arbeit mit Kindern macht mir Spaß“, sagt der Abiturient.

Alles zusammen genommen hat den Regionssportbund veranlasst, sein Tour-Konzept aufzugeben. „Der Aufwand ist zu groß, der Bedarf zu gering“, resümiert Niebuhr. Die Veranstaltung in Laatzen im nächsten Jahr sei die letzte - künftig gehe man mit abgespecktem Programm direkt in die Schulen.

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