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Metalldiebe im Straßenbahnmuseum

Sehnde Metalldiebe im Straßenbahnmuseum

Sie kamen über ein Getreidefeld, überwanden einen morschen Zaun sowie eine massive Stahltür und verschwanden mit massenweise Kupferteilen: Metalldiebe sind in eine Werkstatt des Straßenbahnmuseums bei Wehmingen eingedrungen. Dabei hielten sie sich abseits aller Sicherungsanlagen.

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Metalldiebe sind ins Straßenbahnmuseum bei Wehmingen eingedrungen. Die Polizei hat bisher keine Hinweise auf die Täter.

Quelle: Symbolbild

Wehmingen. Das Straßenbahnmuseum mit seinen Gleisanlagen ist sehr weitläufig. Seit vor einigen Jahren Einbrecher die alten Hallen heimgesucht hatten, gibt es zumindest auf dem Nordteil des Geländes Kameras und sogar Webcams. Doch die Diebe, die jetzt ins Museum einstiegen, gingen diesen Überwachungsanlagen gezielt aus dem Weg. Sie wussten anscheinend auch, in welchem der vielen Gebäude der einstigen Munitionsanstalt es etwas Wertvolles zu holen gibt. Die Unbekannten steuerten gezielt die weitab von den Hauptgebäuden gelegene sogenannte Oberleitungswerkstatt an.

Dort lagert der Verein Hannoversches Straßenbahnmuseum (HSM) unter anderem dicke Masse- und Überbrückungskabel, Leitungen und Metallteile, die er für den Betrieb und die Wartung der Bahnanlagen benötigt. Überwachungskameras gebe es an dieser Stelle des Museumsgeländes mangels Stromanschluss nicht, sagt Bodo Krüger, Pressesprecher des HSM.

Jetzt fehlen dem Museum Ersatzteile aus Metall, deren Wert die Polizei auf einen stattlichen vierstelligen Euro-Betrag beziffert. Die Diebe transportierten ihre Beute wahrscheinlich auf einem Anhänger ab. Das ergaben die bisherigen Ermittlungen.
Wie die Täter auf das Museumsgelände kamen, ist eindeutig: Sie fuhren mit einem Auto samt Anhänger quer durch ein noch nicht abgeerntetes Getreidefeld bis an eine Umzäunung am südöstlichen Rand. Dort drückten sie einen alten Zaun beiseite. Auch die abgeschlossene Metalltür an dem Materiallager stellte für die Diebe kein Hindernis dar. Dann packten sie ihre Beute auf den Anhänger und fuhren auf demselben Weg über das Feld davon.

Auch der Landwirt, dessen Getreide niedergefahren wurde, habe nun einen enormen Schaden, sagte eine Polizeisprecherin gestern. Die Tat hatte sich bereits zwischen Dienstag, 14.20 Uhr, und Mittwochvormittag ereignet.

Von Achim Gückel

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