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Verkehr wird bei Neubau ein Knackepunkt

Sehnde Verkehr wird bei Neubau ein Knackepunkt

Welche Auswirkungen wird das geplante neue Krankenhaus des Klinikums Wahrendorff auf Köthenwald haben? Darüber haben sich die Gruppe SPD/Die Grünen sowie Vertreter des Ortsrats und der CDU aus Ilten bei einem Besuch informiert. Mögliche Probleme auf der B 65 durch mehr Verkehr verneinte die Klinikleitung.

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Geschäftsführerin Heide Grimmelmann-Heimburg (links) zeigt den Politikern die Sporttherapie des Klinikums.

Quelle: Sandra Köhler

Ilten. Anlass für den Besuch war, den bei der Kommunalwahl neu gewählten Mandatsträgern den wichtigsten Arbeitgeber der Stadt nahezubringen und der Geschäftsführung Fragen stellen zu können, die ihnen auf den Nägeln brannten. In erster Linie betrafen diese den 65 Millionen Euro teuren Neubau mit rund 300 Betten. Beim Neubau an der B 65 könnten durchaus Verkehrsprobleme auftreten, befürchtet der SPD-Fraktionsvorsitzende und Gruppensprecher Olaf Kruse: "An der Straße Großer Knickweg etwa könnten sich Lastwagen stauen." Dem widersprach Wahrendorff-Geschäftsführer Rainer Brase: "Das Gelände ist groß genug, und die Verantwortlichen können ihre Baustelle gut organisieren." Dem stimmte der städtische Fachdienstleiter Godehard Kraft zu. Der Verkehr müsse aber über die B 65 laufen, daran gehe kein Weg vorbei.

Die Frage nach Ausgleichsmaßnahmen für den riesigen Komplex war besonders den Grünen wichtig - aber diese seien gar nicht nötig, betonte Kraft. Zum einen werde der Parkplatz nicht voll versiegelt, zum anderen sähen die Pläne eine Begrünung des Daches mit Gras vor: "Damit stehen wir besser da als vorher." Die Energie stellten zwei Blockheizkraftwerke, und auch die Wasserversorgung sei unproblematisch, beantwortete Kraft eine Nachfrage von Hartmut Völksen (CDU). "Die Kläranlage schafft das, und uns liegt kein Hinweis der Stadtentwässerung auf eine nötige Aufrüstung vor."

Aber auch das Klinikum als Arbeitgeber stand auf der Agenda. In den vergangenen Monaten hat es allein drei Treffen des Betriebsrats mit Politikern und der Gewerkschaft Verdi gegeben - wobei viele Beschäftigte über schlechte Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung klagten. Das war Michael Brozy (SPD) aus dem Ortsrat Sehnde eine Nachfrage wert. Man sei 1991 aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten und daher nicht tarifgebunden, erläuterte Brase. Für die Mitarbeiter außer den Ärzten gelte ein Haustarif, über dessen Konditionen mit dem Betriebsrat verhandelt werde. In der Ausbildung entspräche die Entlohnung etwa dem Level des öffentlichen Dienstes. Diese würde später aber nicht nach Dienstjahren automatisch erhöht, sondern nach Qualifizierung. Deshalb lege man Wert auf Fortbildungen. Das Personal gerade im pflegerischen Bereich rekrutiere sich überwiegend aus dem Umkreis. 

 Das Klinikum Wahrendorff

Mit zwei Krankenhäusern, 1650 Plätzen, 14 Stationen, 1500 Mitarbeitern, 100 Auszubildenden und 7800 Fällen pro Jahr ist das Klinikum Wahrendorff als psychiatrisches Fachkrankenhaus eine der wichtigsten Einrichtungen seiner Art in der Region. Und die Bedeutung wird mit dem 65 Millionen teuren Neubau, den das Land mit 48 Millionen fördert, steigen. Wie eine "Jack-Wolfskin-Tatze" sehe das neue Krankenhaus aus der Vogelperspektive aus, sagt Geschäftsführer Rainer Brase. Der moderne, zwei- bis dreistöckige Komplex bietet 300 Plätze für Patienten in Ein- und Zweibettzimmern. Dazu kommen Therapiebereich, Aufnahmestation, Sporthalle und Speisesaal. Spätestens 2020 soll der Neubau fertig sein. "Bis 2035 werden wir dann nur noch Einzelzimmer haben", sagt Brase. Auch am Standort Ilten bemühe man sich trotz zahlreicher Auflagen wie etwa beim Denkmalschutz um weitere Sanierungarbeiten, sagte Geschäftsführerin Heide Grimmelmann-Heimburg. Mittels Trennwänden könnten etwa Einzel- oder höchstens Zweibettzimmer geschaffen werden.

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Geschäftsführer Rainer Brase erläutert den geplanten Neubau in Köthenwald.

Quelle: Sandra Köhler

Von Sandra Köhler

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