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Muss Bonhoefferhaus der KGS weichen?

Sehnde Muss Bonhoefferhaus der KGS weichen?

Die Verwaltung hat mehrere Vorschläge zur Erweiterung der Kooperativen Gesamtschule (KGS) vorgelegt - mit einem Paukenschlag: Unter anderem werden der Abriss des Bonhoefferhauses und des KGS-Forums in Betracht gezogen. Die Kosten für den Neubau liegen zwischen 6 und 11 Millionen Euro.

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Bei zwei Varianten für eine Erweiterung der KGS wird mit dem Abriss oder Teilabriss des Bonhoefferhauses geplant. Auch das Forum steht zur Disposition.

Quelle: Michael Schütz

Sehnde. Die KGS platzt mit rund 1800 Schülern aus allen Nähten. 14 Klassenräume sind zurzeit in Containern auf dem Schulgelände untergebracht. Sie sollen 2018 einem Neubau weichen. Darin sollen 16 Unterrichtsräume sowie zwei Differenzierungsräume und zwei Räume für Lehrmittelsammlungen Platz finden. Die Stadt hat einen Architekten beauftragt, Möglichkeiten für eine Erweiterung zu prüfen, und diese nun vorgelegt. Variante 1 beinhaltet einen Abriss des gegenüberliegenden Bonhoefferhauses im Papenholz; an seiner Stelle soll der neue Schulkomplex entstehen. Die darin befindliche Kinderkrippe sowie das Jugendzentrum müssten an eine andere Stelle ausweichen.

Die Varianten 2a und 2b favorisieren einen Teilabriss und einen Anbau an das Bonhoefferhaus. So könnte zumindest der Kinder- und Jugendtreff erhalten bleiben. Das dortige Gelände würde erweitert werden - mit der Folge, dass mehrere Bäume des Papenholzes dem Neubau weichen müssten. Die Varianten 3a und 3b setzen den Abriss des Forums voraus. Dabei könnte das Forum an anderer Stelle auf dem Schulgelände neu entstehen, oder es wird in dem neu geplanten Komplex (3b) eingerichtet. Letzterer Vorschlag ist mit 10,8 Millionen die teuerste Variante. Die Kosten sind dabei fast doppelt so hoch wie die übrigen Varianten.

Positiv wird von der Stadt die Variante 4 mit einem Neubau auf dem Schulgelände gesehen - zwischen A-Trakt und Mensa. In der Vorlage heißt es dazu, dieser Vorschlag habe eine „hohe Realisierbarkeit, weil keine Genehmigungshindernisse gesehen werden“.Variante 5 sieht einen Neubau zwischen Bonhoefferhaus und Mensa vor. Hier sei ein „starker Eingriff in das Schutzgebiet“ notwendig. Zudem sieht die Stadt weitere Hürden in dabei anfallenden Genehmigungsverfahren und Satzungsänderungen.

Die Schulleitung favorisiert „eine der Alternativen rund um das Bonhoefferhaus sowie Alternative 5“, wie es heißt. Die Stadt hat für das Bauprojekt bisher 4 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Damit würden die Kosten aber bei Weitem nicht gedeckt.

Grüne wünschen sich alternative Vorschläge

Die Grünen bemängeln die vorgelegte Vorschlagsliste für die Erweiterung der KGS. „Es wurde nur an einen Standort nahe der KGS gedacht, und weitere Standorte wurden gar nicht beleuchtet“, sagt Grünen-Fraktionschef Günter Pöser. Die Grünen hatten den Antrag gestellt, einen zweiten Standort für einen Schulkomplex zu prüfen. „Dem wurde nicht nachgegangen“, kritisiert Pöser. Die Stadt habe sich bis jetzt nicht geäußert, warum ein externer Standort für einen Schulkomplex in die Untersuchungen nicht einbezogen wurde.

Die Grünen wollen verhindern, dass das Papenholz weiter abgeholzt wird. „Außerdem sehen wir es pädagogisch nicht als sinnvoll an, diese große Schule noch weiter zu vergrößern“, sagt Pöser. Seiner Meinung nach müssten auch die Eltern beziehungsweise die Sehnder in derart entscheidende Diskussionen einbezogen werden. „Da gibt es noch viel Gesprächsbedarf.“pos

Von Patricia Oswald-Kipper

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