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Erstmals Schleiereulen in Müllingen beringt

Sehnde Erstmals Schleiereulen in Müllingen beringt

Premiere in Müllingen: Der Naturschutzbund (Nabu) Hannover hat dort erstmals zwei junge Schleiereulen beringt. Dabei schauten die Mädchen und Jungen des örtlichen Kindergartens zu. Sie durften die kleinen Eulen ganz vorsichtig streicheln - und waren von ihnen total entzückt.

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Die Kitakinder sind beim Streicheln der kleinen Schleiereule ganz vorsichtig.

Quelle: Katja Eggers

Müllingen. "Die sind ganz weich und so süß", meinte die fünfjährige Calla. Mit 13 anderen Kindern vom Kindergarten Müllingen stand Calla ganz begeistert um die beiden jungen Schleiereulen herum. Die Müllinger Manfred Wiechmann und Ernst Barkhoff waren zuvor auf den Dachboden der Kirche gestiegen und hatten die Vögel aus dem Brutkasten geholt. Den hatte der Nabu gerade erst im Dezember 2015 dort aufgehängt. "Dass da so schnell drin gebrütet wird, ist ungewöhnlich und freut uns umso mehr", sagte Wilfried Brauns vom Naturschutzbund.

Damit die Schleiereulen jederzeit zugeordnet und unterschieden werden können, bekamen sie vom Nabu einen Ring mit einer Nummer an den Fuß. Mit den Nummern 1781 uns 1782 können die beiden Eulen jetzt jederzeit identifiziert werden. Weil 2017 ein ungerades Jahr ist, wurden die Ringe am jeweils linken Fuß befestigt. "In geraden Jahren ist der rechte Fuß dran", sagte Brauns.

Der Schleiereulenexperte erklärte den Kindern zudem, dass die Müllinger Eulen ungefähr 18 Wochen alt sind und schon ganz schön scharfe Krallen haben. Ob es sich bei den beiden Nachtjägern um Männchen oder Weibchen handelt, könne er jedoch nicht sagen. "Dass es sich um weibliche Eulen handelt, kann man lediglich daran erkennen, dass sie später auf der Bauchseite einen Brutfleck haben", erklärte Brauns.

Dieses Jahr sei für die Schleiereulen ein gutes. Allein im Sehnder Raum hätten acht Tiere gebrütet. Junge Eulen gibt es unter anderem auch in Bolzum, Gretenberg, Klein Lobke, Wassel und Wehmingen. Grund für die gestiegene Population sei unter anderem der milde Winter. Unter einer dichten Schneedecke seien Mäuse, die Hauptnahrungsquelle der Eulen, nur schwer zu fangen, sagte Brauns.

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Von Katja Eggers

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