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Nach 26 Jahren heißt es „Time to Say Goodbye“

Höver Nach 26 Jahren heißt es „Time to Say Goodbye“

Mit Manfred Rathmann verlässt eine echte Institution und ein Pädagoge aus Leidenschaft die Grundschule Höver. 26 Jahre lang hat sich der 64-jährige gebürtige Gleidinger als Schulleiter mit Herz und Hand für seine Schüler und Kollegen engagiert. Gestern wurde er in den Ruhestand verabschiedet.

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Oliver Brandt (rechts), Dezernent der Landesschulbehörde, verabschiedet Manfred Rathmann in den Ruhestand.

Quelle: sandra köhler

Sehnde. Warme und persönliche Worte für den Mann, der die Grundschule „nachhaltig geprägt hat“, fand der Dezernent der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Oliver Brandt: „Als das Gesundheitsamt ihm 1979 bescheinigte, dass es in seiner Familie keine Gemütserkrankungen gebe, haben die etwas falsches bescheinigt. Denn ich habe ihn als absoluten Gemütsmenschen kennengelernt, der sich nicht aus der Ruhe bringen lässt.“

Hoch motiviert, ein Mann der Praxis, der es immer verstanden habe, seine Schüler zu begeistern, rege, aufgeschlossen, wissbegierig und gut organisiert: Auch die von Brandt zitierten Schulräte stellten Rathmann ein blendendes Zeugnis aus. Angesichts der guten Zusammenarbeit hatte der Dezernent für den jahrzehntelangen Weggefährten auch die eine oder andere Neckerei übrig.

So habe er sich beispielsweise nicht gewundert, dass Rathmann als leidenschaftlicher Jäger die Fächer Werken und Biologie studiert habe, sagte Brandt amüsiert: „Hochsitzbau, Jagd und Tiere.“ Den anwesenden Schülern riet der Dezernent mit Verweis auf das Beispiel des angehenden Ruheständlers: „Lasst euch nicht unter Druck setzen, man kann auch als Realschüler später einmal Abitur machen und Schulleiter werden.“

Die Schüler verabschiedeten ihren Direktor mit einem Stück, in dem sich die Wildtiere im Wald darauf vorbereiten, dass sie jetzt kaum noch Schonzeit haben. Danach sangen sie zu Tränen rührend das Lied „Time to Say Goodbye“.

„Ich kann heute im Rückblick sagen: Ich habe hier viele schöne Jahre erlebt, es hat wirklich Spaß gemacht, mit den Kindern aus Bilm und Höver zu arbeiten“, resümierte Rathmann dankbar und auch ein wenig melancholisch. „Ich hatte in all den Jahren eine aktive, hilfsbereite Elternschaft, die immer zur Stelle war, wenn man sie brauchte.“ Seine langjährige Wirkungsstätte wolle er schon in Kürze wieder aufsuchen: „Die Nüsse sind ja bald reif“, sagte er mit Blick auf die auf dem Schulhof stehenden Bäume, deren Anpflanzen er selbst vorangetrieben hatte.

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