Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Hallenbrand: Anwohner befürchten Schadstoffe

Sehnde Hallenbrand: Anwohner befürchten Schadstoffe

Anwohner rund um die Brandruine der Sporthalle an der Waldstraße haben Sorgen. Sie befürchten, dass bei dem Großfeuer am 22. Juni Schadstoffe freigesetzt wurden. Die Stadt gibt jetzt Entwarnung und wendet sich mit einem Schreiben an die Bürger. Die sogenannte Schadenssanierungen rund um die Brandruine ist unterdessen schon beendet.

Voriger Artikel
Die KGS hat ein neues Lehrerzimmer
Nächster Artikel
Siedlergruppe rätselt über ihr wahres Alter

Sehndes größte Sporthalle liegt in Schutt und Asche.

Quelle: Katja Eggers

Sehde. "Es ist nicht zu erwarten, dass Bruchstücke des Brandes so schadstoffhaltig sind, dass eine Gefahr davon ausgeht", heißt es in dem Schreiben, das die Stadt am Freitag an die Anwohner im Bereich der Brandruine verteilt hat. Darin informiert die Verwaltung auch über den Stand der Aufräumarbeiten.

Unmittelbar nach dem Brand hatte eine Fachfirma auf Grundstücken direkt gegenüber der abgebrannten Halle Bruchstücke von Faserzementplatten des Daches eingesammelt und entsorgt. Weiter entfernt liegende Grundstücke wurden nicht untersucht, "da von einer weitreichenden Verschleppung großer Bruchstücke nicht ausgegangen werden kann", heißt es in dem Schreiben.

Falls Anwohner dennoch Trümmerteile auf ihren Grundstücken finden, sollen sie sich bei der Stadt melden. "Wir werden dann die Entsorgung der Teile veranlassen", sagt Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. Für Sach- und Gebäudeschäden auf den Privatgrundstücken seien allerdings die Versicherungen der Eigentümer zuständig.

Die Stadt hat auch ein Umweltlabor beauftragt, die umliegenden Straßen auf eine möglicherweise erhöhte Belastung mit Feinstaub zu untersuchen. "Damit wollen wir ganz sicher gehen und eine Gefährdung der Anwohner ausschließen", erklärt Lehrke. Die Ergebnisse der Untersuchung stehen bisher noch aus.

Den Auftrag für den Abriss der weitestgehend zerstörten Sporthalle hat die Stadt am Donnerstag erteilt. Die Arbeiten sollen noch Ende Juli beginnen. "Von der Halle wird am Ende nichts mehr übrig bleiben", sagt Lehrke. Sogar die Bodenplatten und das Fundament müssen abgetragen werden. Der Abriss soll bis zum Ferienende Anfang August erledigt sein. Die Waldstraße bleibt bis zum Abschluss aller Arbeiten aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Baubeginn für eine neue Turnhalle könne im Laufe des nächsten Jahres sein, meint Lehrke. Erste Gespräche zur Planung habe es schon gegeben. "Aber wir stehen noch ganz am Anfang", betont der Bürgermeister. Fest stehe aber, dass der Neubau europaweit ausgeschrieben werden müsse. Lehrke rechnet damit, dass der Hallenbau etwa eineinhalb bis zwei Jahre dauert und zwischen vier bis sechs Millionen Euro kosten wird.

doc6qlpxfj3uwl1usgm2od

Fotostrecke Sehnde: Hallenbrand: Anwohner befürchten Schadstoffe

Zur Bildergalerie

Von Katja Eggers

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Sehnde
doc6sml66u4nfr1xijqerv
Geselligkeit steht im Mittelpunkt

Fotostrecke Sehnde: Geselligkeit steht im Mittelpunkt