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NachTurnhallenbrand: Vereine rücken zusammen

Sehnde NachTurnhallenbrand: Vereine rücken zusammen

Sehndes Sportvereine müssen jetzt an einem Strang ziehen: Weil die Turnhalle an der Waldstraße am 22. Juni durch einen verheerenden Brand vernichtet wurde, organisieren sie die Hallenzeiten jetzt neu. Dazu haben sich mehr als 40 Vereinsvertreter am Mittwoch in einer Sondersitzung des Sportrings getroffen.

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Gemeinschaft gefragt: Der Sportring kommt mit Vertretern der Sehnder Vereine zur Sondersitzung im Rathaussaal zusammen.

Quelle: Katja Eggers

Sehnde. "Wir müssen jetzt zusammenrücken und alle müssen Kompromisse eingehen", machte Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke zum Auftakt der Sitzung im Ratssaal deutlich. Um den Sportbetrieb in Sehnde aufrecht zu erhalten, müssten als Alternative zur Sporthalle Waldstraße sowohl Hallen in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen in die Planungen einbezogen werden. "Vereine, die nicht betroffen sind, dürfen sich da nicht raushalten", betonte Lehrke.

Mit der Sporthalle Waldstraße hat Sehnde seine größte Halle verloren. In der Drei-Feld-Halle mit separatem Turnbereich haben vormittags und in den frühen Nachmittagsstunden bisher die Schüler der Kooperativen Gesamtschule (KGS) trainiert. Von 16 bis 22 Uhr und außerhalb der Schulzeiten wurde die Halle von Sportvereinen genutzt. Am größten ist der Verlust für die Handballer des TVE Sehnde, sie haben dort fast täglich trainiert.

Sportring-Chef Ralf Marotzke hatte die Sondersitzung einberufen, um bei den Vereinen mögliche Hallenkapazitäten abzufragen. "Unsere Neuplanung muss auf zwei Jahre ausgerichtet sein und schon nach den Ferien greifen", betonte er. Die Vereine zeigten sich schnell bereit, dafür Einschränkungen in Kauf zu nehmen: Die TSG Höver bot spontan Trainingszeiten an. Der SV Bolzum erklärte sich bereit, bei seinen Herren Traininsgzeiten abzugeben und stattdessen andere Räume anzumieten. Die SG Sehnde will ihr Vereinsheim zur Verfügung stellen. Marlis Melchert, Chefin des MTV Ilten, schlug für das Kinderturnen eine Kooperation mit dem TVE Sehnde vor.

Andere Vereine können sich indes vorstellen, dass sie sich Hallen in wöchentlichem Wechsel teilen oder Sportgruppen, die keine Halle benötigen, vorübergehend in andere Räume auslagern. Vom SV 06 Lehrte kann dienstags zudem die Soccerhalle angemietet werden.

Die Verwaltung hat auch in den Nachbarkommunen angefragt. Laut Lennert Schminke vom Fachdienst Schule, Sport und Kultur können unter anderem Algermissen und Hohenhameln Hallen zur Verfügung stellen. Als Alternativen kämen zudem Mensen, der Mehrzweckraum der Astrid Lindgren-Schule, der Saal im Bonhoefferhaus, das Alte Rathaus in Ilten sowie Schützen- und Feuerwehrgerätehäuser in Frage. Zur Not könne man auch Flächen bei gewerblichen Anbietern wie der Soccer-Arena in Sehnde anmieten. Für die Kosten würde der Sportring seine Rücklagen verwenden.

Die Vereine sollen ihre Hallenkapazitäten jetzt schnellstmöglich Marotzke melden. Der Sportring-Chef will die Neuplanung nächste Woche unter Dach und Fach haben.

Von Katja Eggers

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