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Neubau für KGS-Turnhalle dauert bis zu drei Jahre

Sehnde Neubau für KGS-Turnhalle dauert bis zu drei Jahre

Der verheerende Brand der KGS-Turnhalle an der Waldstraße im Juni hat noch ein langes Nachspiel: Zweieinhalb bis drei Jahre werde es dauern, bis eine neue Halle steht, kündigt Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke an. Ob an derselben Stelle, sei noch unklar. Auch die Planungen für die KGS-Erweiterung müssen jetzt neu aufgerollt werden.

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Weil die Außenmauern der abgebrannten Turnhalle einsturzgefährdet sind, bleibt die Waldstraße noch bis nach den Sommerferien gesperrt.

Quelle: Oliver Kühn

Sehnde. "Die Turnhalle ist nicht mehr sanierungsfähig und muss abgerissen werden", sagt Lehrke. Bis Ende der Woche soll entschieden werden, welche der fünf Firmen, die sich um den Auftrag beworben haben, den Zuschlag erhalte. Diese Arbeiten würden aber erst nach den Sommerferien beginnen, denn wegen der kontaminierten Brandreste müsse eine spezielle Entsorgung vorbereitet werden.

Weil der Turnhallenbrand nicht nur finanzielle, sondern auch viel personelle Kapazitäten in der Verwaltung binde, werde bereits die geplante Sanierung der Turnhalle Feldstraße verschoben. "Jetzt brauchen die Vereine diese Halle, deshalb haben wir die Aufträge storniert", so Lehrke. Auch die geplante Erweiterung der KGS muss neu durchdacht werden. "Da müssen wir praktisch von vorne beginnen und etwa überlegen, ob ein Neubau an derselben Stelle möglich ist."

Bis eine neue Halle steht, rechnet Bernd Jaron vom Fachdienst Gebäudewirtschaft mit bis zu drei Jahren. "Allein die Bauzeit beträgt rund eineinhalb Jahre." Eventuell werde auch ein neuer Bebauungsplan nötig. Darüber hinaus müsse der Neubau europaweit ausgeschrieben werden. Dazu müsse man sich externe Hilfe ins Rathaus holen, um keine Formfehler zu begehen. "Ansonsten könnten uns Firmen, die es nicht mal auf einen Auftrag abgesehen haben, auf Entschädigung verklagen", betont Lehrke.

Man wolle sich mit dem Neubau auch die erforderliche Zeit lassen. "Wir brauchen eine optimale Lösung, nicht die schnellste", sagt Lehrke. Denn eine neue Turnhalle sei ein Projekt für Generationen und die nächsten 50 Jahre. Die alte Halle war 1976 gebaut worden und hätte noch einige Jahrzehnte stehen können. Darüber hinaus müsse nach der Kommunalwahl auch der neue Rat eingebunden werden - und dieser müsse sich erst einmal finden und konstituieren.

Bitter werde die Zeit für die Vereine. Auf sie komme neben dem Verlust ihrer Trainingsstätte auch ein wirtschaftlicher Verlust zu. Denn Spiele müssten nun während der Woche abgehalten werden - mit wenigen Zuschauern, obwohl die Kosten für Trainer, Schiedsrichter und Startgelder weiterliefen. Auch für die Bewohner der Waldstraße ist die Brandruine eine Belastung: Weil die Außenmauern einsturzgefährdet sind, ist die Straße bis zum Abriss noch wochenlang gesperrt.

Vereine und Schule wollen Zukunft besprechen

Der Brand der KGS-Turnhalle greift tief in die Sehnder Stadtgesellschaft ein. Jetzt haben nicht nur der Sportring Sehnde, sondern auch die SPD-Ratsfraktion alle Vereine zu Sondersitzungen eingeladen, um zu erörtern, wie es in Zukunft weitergeht. Der Sportring tagt am nächsten Mittwoch nichtöffentlich im Rathaus.

„Wir müssen schließlich alle enger zusammenrücken“, sagt der Vorsitzende Ralf Marotzke. Man müsse jetzt sehen, wie man Hallenzeiten neu ordnen könne und etwa auch die Arena Sehnde ins Visier nehmen. „Ich bin aber optimistisch“, sagt Marotzke.

Die SPD hat für den 21. Juli nicht nur die Vereine und den Sportringchef, sondern auch die Schulleitung der KGS eingeladen. Vereinsvertreter können sich noch bis zum 15. Juli per E-Mail an ok-wehmingen@web.de anmelden. Dabei wolle man über einen möglichen neuen Standort sprechen und vor allem erfahren, welche Anforderungen die Betroffenen an eine neue Turnhalle haben, sagt der Fraktionsvorsitzende Olaf Kruse. „Das ist wirklich sehr lobenswert“, findet Sportringchef Marotzke. „Und das sage ich als CDU-Ratsherr.“

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Von Oliver Kühn

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Das letzte Pflichtspiel in der Halle an der Waldstraße trugen die TVE-Damen (links Judith Hassa) am 24. Mai in der Relegation gegen die Handballfreunde Springe aus.

Wie geht es nach dem Brand der KGS-Turnhalle an der Waldstraße weiter? Für Mittwoch, 13. Juli, lädt der Sportring alle betroffenen Vereine sowie Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke um 19 Uhr in den Ratssaal ein. Dann sollen über den Stand der Dinge informiert und Lösungen diskutiert werden.

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