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Zugeparkte Straßen fordern Fahrernachwuchs

Sehnde Zugeparkte Straßen fordern Fahrernachwuchs

Neun Mitglieder der Stadtfeuerwehr Sehnde haben ihren Feuerwehrführerschein bestanden. Problem beim Fahrtraining waren vor allem zugeparkte Straßen.

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Neun Mitglieder der Stadtfeuerwehr Sehnde haben ihren Feuerwehrführerschein bestanden.

Quelle: Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Sehnde. Erst zum dritten Mal hat die Stadtfeuerwehr Sehnde jetzt die Prüfung für den sogenannten Feuerwehrführerschein organisiert. Damit dürfen die Mitglieder aus den Ortsfeuerwehren der Stadt Fahrzeuge bis 7,49 Tonnen Gesamtgewicht fahren. Und der Fahrernachwuchs lernte auch gleich eines der größten Probleme kennen: zugeparkte Straßen. „Manchmal gab es dort kein Durchkommen und sie mussten rückwärts wieder herausfahren“, sagt Feuerwehrsprecher Chris Rühmkorf. „Im Einsatzfall kann das fatale Folgen haben.“

Schwierigkeiten gab es etwa in Sehndes Kernstadt, aber auch in Ilten, Höver und Rethmar. Vor allem in Neubaugebieten sei es generell sehr eng, weil die dichte Bebauung auch zur Verkehrsberuhigung beitragen soll. „Für noch größere Fahrzeuge wird es dort sehr schwierig“, resümiert Rühmkorf. Viele seien wohl gedankenlos, aber oftmals stellten Fahrer ihr Auto offenbar auch extra verkehrsbehindernd ab, um vermeintliche Raser durch den Ort zu stoppen, ergänzt Sprecherkollege Tim Herrmann. „Die sind sich der Behinderung der Feuerwehr wahrscheinlich gar nicht bewusst.“

Bislang keine Parkverbote nötig

Extreme Fälle habe es aber noch nicht gegeben. Deshalb sehe die Sehnder Feuerwehr auch noch keinen Handlungsbedarf, um in eng bebauten Wohngebieten etwa Halte- oder Parkverbote durch die Stadt anzuregen. Im Lehrter Ortsteil Ahlten dagegen haben die Kollegen genau das bei der Stadt an der Hauptzufahrtsstraße zur Feuerwache im Schlahdekamp beantragt.

Deshalb haben die Sehnder Nachwuchsfahrer an drei Wochenenden mit den drei Fahrzeugen aus Bilm, Rethmar und Wassel zunächst auf dem Gelände der Firma Holcim geübt, bevor es in den realen Verkehr ging. Dazu gehörten das Einparken, Drehen auf engstem Raum und das Durchfahren von Engstellen. Auch ein theoretischer Teil gehörte zur Prüfung. Stadtausbildungsleiter Ralph Spannknebel und Stadtbrandmeister Jochen Köpfer, die die Prüfungen abgenommen hatten, zeigten sich sehr zufrieden mit den Leistungen – alle neun Teilnehmer haben den Führerschein trotz der fahrerischen Herausforderung bestanden. Jürgen Hanne, Leiter des städtischen Fachdienstes Ordnung, übergab ihnen die Fahrberechtigung.

Von Oliver Kühn

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