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Land: Keine Alternative für Lkw-Transporte

Sehnde Land: Keine Alternative für Lkw-Transporte

Die niedersächsische Landesregierung weist die Kritik des Sehnder Rats an der Anlieferung von Salzwasser mit Lastwagen zur Flutung des stillgelegten Kalibergwerks Bergmannssegen-Hugo bei Ilten zurück. Es hätten "alle nötigen Antragsunterlagen" vorgelegen und die Genehmigung erteilt werden müssen.

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Das stillgelegte Bergwerk Bergmannssegen-Hugo in Ilten wird geflutet: Dazu wird jetzt Salzwasser mit Lastwagen angeliefert - ab Frühsommer nächsten Jahres mit Kesselwagen der Bahn.

Quelle: K+S

Ilten. Die Sehnder Landtagsabgeordnete und Ratsfrau Silke Lesemann (SPD) hatte in der jüngsten Ratssitzung eine Anfrage an die Landesregierung angekündigt. Ratsmitglieder hatten kritisiert, dass die Stadt so spät informiert wurde und die Verantwortlichen nicht auf die angekündigten Transporte mit Kesselwagen der Bahn gewartet haben. "Ein reiner Bahntransport wäre natürlich wünschenswert gewesen, aber die Behörden konnten nicht anders handeln", urteilt Lesemann.

Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr habe ihr mitgeteilt, dass eine Genehmigung wegen der vorgelegten Unterlagen nicht verweigert werden konnte. Die Behörde bestätigt aber, dass die Stadt erst am 8. November von der Firma K+S über die geplanten Transporte informiert worden sei. Bereits einen Tag später lag die Genehmigung des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie vor, zwei Tage später rollten die ersten Lastwagen.

Jetzt fahren täglich rund 70 Fahrzeuge durch Ilten, Köthenwald und über die Straße Schnedebruch zum Kaliwerk. Die Lauge kommt aus den K+S-Werken Werra und Neuhof-Ellers in Hessen sowie vom Steinsalzbergwerk Braunschweig-Lüneburg. Hintergrund für die Transporte ist, dass der Fluss Werra seit Monaten zu wenig Wasser führt und K+S im dortigen Werk deshalb nicht genügend Salzwasser einleiten darf – der Überschuss geht nun nach Sehnde.

Mit der Aufnahme des Bahntransports sei nach Angaben des Ministeriums erst im Frühsommer nächsten Jahres zu rechnen, teilt Lesemann mit. Denn vorher muss in Ilten noch eine Entladestation für die Kesselwagen gebaut werden. Ein sogenannter bergrechtlicher Betriebsplan liege dem Landesamt vor. Lastwagen sollen anschließend nur noch in Notfällen eingesetzt werden.

Von Oliver Kühn

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