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Offener Treff für Ehrenamtliche und Flüchtlinge

Sehnde Offener Treff für Ehrenamtliche und Flüchtlinge

Informations- und Kontaktbörse, Café, Klassenraum und Spielzimmer: Das Gemeindehaus der evangelischen Kreuzkirchengemeinde ist einmal wöchentlich alles auf einmal. Denn seit August kommen dort bei einem offenen Treff Ehrenamtliche der Gemeinde und Flüchtlinge zusammen.

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Hosen, Pullis, Winterjacken: Flüchtlinge und Helfer packen gemeinsam Kartons mit gespendeter Kinderkleidung aus.

Quelle: Katja Eggers

Sehnde. Vier Familien aus dem Libanon, Afghanistan und Syrien sowie zwei junge Sudanesen sind von Anfang an dabei. „In jüngster Zeit stoßen zudem immer mehr Familien mit Kindern dazu“, sagt Pastorin Damaris Frehrking.

Im Gemeindesaal kommen Ehrenamtliche mit den Flüchtlingen bei Kaffee, Kuchen und Keksen ins Gespräch. Es geht auch um alltägliche Fragen: Wie kann ich Möbel organisieren? Wo kann ich meinen Führerschein anerkennen lassen? Wer kann mich beim Behördengang begleiten? Einige Helfer haben für die Flüchtlinge Patenschaften übernommen.

Während im Saal geplaudert wird, betreuen Konfirmanden im Spielraum die Flüchtlingskinder. Im ersten Stock wird derweil Deutsch gelernt. Heinz Hellberg erläutert den beiden Sudanesen Jamal und Gasem die deutsche Grammatik, übt Aussprache, erklärt Wörter anhand von Bildern und mit Gesten. „Das ist gar nicht so einfach“, sagt der ehemalige Verwaltungsangestellte. Denn seine Schüler sprechen weder Englisch noch Französisch und sind zudem noch Analphabeten. Hellberg ist mit Gasem und Jamal aber sehr zufrieden. „Sie haben gut geübt“, sagt er und klopft ihnen anerkennend auf die Schulter. Im Erdgeschoss werden währenddessen emsig Kartons mit gespendeter Baby- und Kinderkleidung ausgepackt. „Wir haben einen ganzen Autoanhänger voll“, sagt Daniela Gurkasch aus Wassel. Sie hat die Kleiderausgabe mit anderen Müttern aus ihrem Spielkreis organisiert. Nadine Pinjuh ist mit Tüten voller Kinderkleidung spontan aus Rethmar vorbeigekommen. „Die Sachen habe ich doppelt, und hier werden sie wirklich gebraucht“, sagt sie. Suzan Hamadi nimmt die Tüten dankend entgegen. Die Mutter deckt sich mit Winterkleidung für ihre vier Kinder ein. Mit ihrer Familie ist Hamadi vor gut einem Jahr aus dem Libanon geflüchtet. Zum Treff im Gemeindehaus kommt sie jedes Mal. „Für Sitzen, Sprechen, Deutsch lernen und Freunde finden“, sagt sie und lacht.

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