Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Stromleitung könnte näher an den Ort rücken

Bilm Stromleitung könnte näher an den Ort rücken

"Äußerst skeptisch" hat der Ortsrat Bilm laut Ortsbürgermeister Bernd Ostermeyer auf die Pläne reagiert, eine durch den Holcim-Steinbruch verlaufende Stromtrasse näher an den Ort zu verlegen. Änderungsvorschläge von Bürgern will Holcim prüfen und dann öffentlich erörtern.

Voriger Artikel
Kokain im Schrank, Pistole unterm Kopfkissen
Nächster Artikel
KGS-Schüler sind jetzt Junior-Coaches

Die durch die Mergelgrube führende Stromtrasse könnte näher an den Ort Bilm (rechts im Bild) heranrücken.

Quelle: Hiller (Archiv)

Bilm. Durch den Steinbruch verlaufen momentan zwei Hochspannungsleitungen: Eine 220-Kilovolt-Leitung, die dem holländischen Unternehmen Tennet gehört und eine 110-Kilovolt-Leitung der Bahn. Diese soll im nächsten Jahr erneuert werden, weil sie bereits ein erhebliches Alter hat. Holcim möchte die Gelegenheit nutzen und die Trasse weiter an den Rand des Steinbruchs verschieben. Sie würde laut Holcim-Pressesprecher Jens Marquardt zwar auch dann noch innerhalb der genehmigten Abbruchfläche verlaufen, aber um etwa 250 Meter näher an den Ort Bilm heranrücken. Außerdem sind Masten mit einer Höhe von rund 60 Metern vorgesehen. Die bisherigen sind nur halb so hoch.

Der Zementproduzent verspricht sich davon eine Vereinfachung des Mergelabbaus. Diese würde noch verstärkt, wenn Tennet eines Tages seine Leitung komplett abbaut. Ein Zeitpunkt stehe zwar noch nicht fest, erklärt Marquardt. Aber Tennet habe seinem Unternehmen mitgeteilt, dass im Zuge der Energiewende das Netz bundesweit auf 360 Kilovolt umgestellt werde. Dann werde die Leitung bei Bilm entfallen.

Bei der Ortsratssitzung habe es dazu eine kontroverse Diskussion und viele kritische Fragen von Bürgern gegeben, berichtet Ostermeyer. "Es kam viel Unmut auf", sagt er. Auf der einen Seite des Dorfes rücke durch die geplante Umgehung möglicherweise die Bundesstraße näher an den Ort heran und auf der anderen eine Hochspannungsleitung. Er lobte aber ausdrücklich die "offene Vorgehensweise" von Holcim.

Marquardt versichert, dass seine Firma "die Vorschläge der Bilmer Bürger in die weiteren Betrachtungen zur Trassenführung einbeziehen" werde. Sie sollten dann bei einer öffentlichen Besichtigung vor Ort erörtert werden. 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xxuryryxmww9hdrob5
Kriegerdenkmal soll zum Mahnmal werden

Fotostrecke Sehnde: Kriegerdenkmal soll zum Mahnmal werden