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Konrad Haarstrich geht in sechste Amtszeit

Sehnde Konrad Haarstrich geht in sechste Amtszeit

Konrad Haarstrich bleibt Ortsbürgermeister der Dörfer Dolgen, Evern und Haimar. Der Christdemokrat ist am Montagabend in der konstituierenden Sitzung des Ortsrats für seine sechste Amtszeit gewählt worden. Dabei erlebte Haarstrich aber etwas völlig Neues: Er kassierte eine Gegenstimme.

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Wer wird Bürgermeister? Geheime Wahlen im Ortsrat Evern-Dolgen-Haimar.

Quelle: Symbolbild

Dolgen/Evern/Haimar. So bunt ist der Ortsrat der drei östlichsten Sehnder Dörfer wohl noch nie gewesen. In den vergangenen Jahrzehnten teilten sich dort immer CDU und SPD die Sitze, stets mit einer Mehrheit für die Christdemokraten. Bei den Kommunalwahlen im September sorgten die Wähler nun dafür, dass die CDU zwar die Mehrheit behält und vier der sieben Mandate besetzt. Doch die SPD hat nur noch ein Mandat - ebenso wie die Grünen und die unabhängige Einzelbewerberin Iris Bennwig aus Haimar. Letztere hatte bei den Kommunalwahlen nach Dauerortsbürgermeister Konrad Haarstrich die zweitmeisten persönlichen Stimmen erhalten. Haarstrich bekam 753, Bennwig 439.

Auch die konstituierende Sitzung im Gasthaus Nawo in Dolgen, zu der mehr als 25 Gäste kamen, verlief ungewöhnlich. Bei der Wahl des Ortsbürgermeisters beantragte der Mandatsträger der Grünen, Wilfried Brauns, eine geheime Abstimmung. Einen Gegenkandidaten für Konrad Haarstrich gab es nicht. Die Wahl endete mit sechs Ja-Stimmen und einer Ablehnung. Er sei also bei seiner sechsten Kür zum Ortsbürgermeister zum ersten Mal nicht einstimmig gewählt worden, sagte Haarstrich am Dienstag.

Auch die Wahl des stellvertretenden Ortsbürgermeisters verlief ungewöhnlich. In einer geheimen Kampfabstimmung traten Bennwig und der Christdemokrat Nils Wilke-Rampenthal gegeneinander an. Der CDU-Mann bekam vier Stimmen, die Unabhängige drei.

Früher sei es Tradition gewesen, einen Sozialdemokraten zum Vize-Ortsbürgermeister zu wählen, betont Haarstrich. Jetzt seien SPD, Grüne und Unabhängige im Ortsrat gleich stark. Bennwig habe viele persönliche Stimmen bekommen, die SPD aber insgesamt mehr als die Unabhängige. Da sei es für die CDU nicht einfach gewesen, sich auf einen gemeinsamen Bewerber einzuschießen. Schließlich habe man mit Wilke-Rampenthal selbst einen Kandidaten aufgestellt.

Haarstrich betont aber, dass es jetzt in der Sacharbeit im Ortsrat "immer gut ist, wenn man mit einer Stimme spricht". Oberste Priorität habe in der nächsten Zeit der Bau des neuen Feuerwehrhauses für Haimar. Dieses müsse 2018 fertig sein, sagt der Ortsbürgermeister. Weitere wichtige Projekte, für die er sich einsetzen wolle, seien der Bau eines Fahrradweges zwischen Dolgen und Evern und die Erneuerung der Sanitäranlagen in der Dolgener Turnhalle.

Von Achim Gückel

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