Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Investor will Wohnpark wie Gartenstadt anlegen

Sehnde Investor will Wohnpark wie Gartenstadt anlegen

Die Zeichen stehen auf Grün: Der Ortsrat Sehnde und der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauaufsicht haben dem Bebauungsplan für den "Wohnpark Keramische Hütte" einhellig zugestimmt. Damit könne nach 25 Jahren endlich ein städtebaulicher Missstand am östlichen Ortsausgang beseitigt werden, hieß es unisono.

Voriger Artikel
Neue Diakonin übernimmt Jugendarbeit
Nächster Artikel
AfD stellt sich erstmals in Sehnde zur Wahl

In Kürze beginnt der Abriss der ersten Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Keramischen Hütte.

Quelle: Achim Gückel (Archiv)

Sehnde. Geplant ist ein dreigeschossiger, 17 Meter hoher Riegel mit Geschosswohnungen an der B 65, der als Lärmschutz für die Einzel- und Doppelhäuser dienen soll, die sich dahinter nach Süden bis zum Papenholz hinziehen. Insgesamt sind mehr als 100 Wohneinheiten vorgesehen. Bereits in Kürze beginnt der Teilabriss der alten Hallen.

In der nächsten Woche soll der Rat den Bebauungsplan endgültig absegnen - denn der Investor Dolphin Trust scharrt bereits mit den Hufen. Seit drei Jahren warten die Langenhagener auf einen Baubeginn, der erst jetzt nach langen Rechtsstreitigkeiten möglich geworden ist. Und die Stadt will die städtebauliche Entwicklungschance ebenfalls nicht verstreichen lassen. Deshalb habe man auf Vorgaben verzichtet, dort etwa sozialen Wohnungsbau zu verwirklichen. "Der Investor muss wirtschaftlich rechnen, wir wollten ihn mit keinem weiteren Hemmschuh belasten", sagt Fachdienstleiter Godehard Kraft.

Außerdem soll das neue Wohngebiet deutlich grüner werden: Derzeit seien 80 Prozent des Geländes versiegelt, nach der Bebauung höchstens noch 60 Prozent, kündigte Bernd Schmalenberger vom Architektenbüro planerzirkel an. Auf jedem Grundstück muss zudem ein Laubbaum gepflanzt oder ein existierender erhalten werden. Und ein Maschendrahtzaun als Abgrenzung ist nur in Verbindung mit einer Hecke zulässig. "Das entspricht unserem Gartenstadt-Prinzip", sagte Schmalenberger.

Die Sehnder Naturschutzbeauftragte Daniela Liskow kritisierte allerdings, dass der am Westrand des Grundstück verlaufende Graben zugeschüttet und mit bebaut werden soll. Das Regenwasser, das aus dem Papenholz kommt, werde aber an die Abwasserkanalisation an der B 65 angeschlossen, erläuterte Schmalenberger. Langfristig wünscht sich die Politik auch noch eine Wegeverbindung zur westlich in Richtung Innenstadt gelegenen Wohnbebauung.

Ein Problem werden noch die Parkplätze. Während auf jedem Grundstück zwei Stellflächen vorgesehen sind, ist die Lösung für den Riegel noch offen. "Eigentlich geht das nur mit einer Tiefgarage", meint Ausschussvorsitzender Hartmut Völksen.

Von Oliver Kühn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Sehnde
doc6sml66u4nfr1xijqerv
Geselligkeit steht im Mittelpunkt

Fotostrecke Sehnde: Geselligkeit steht im Mittelpunkt