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Pfarrhaus wird Asylunterkunft

Wirringen Pfarrhaus wird Asylunterkunft

Jetzt ist auch Wirringen an der Reihe: Ab Mitte der Woche werden im Pfarrhaus der Zwölf-Apostel-Gemeinde in der Vogtei-Ruthe-Straße die ersten Flüchtlinge untergebracht. Am 9. September gibt es dazu eine Einwohnerversammlung.

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Großer Garten, ideal für Familien: Das Wirringer Pfarrhaus.

Quelle: Michael Schütz

Sehnde. Zehn Flüchtlinge seien von der Aufnahmestelle angekündigt worden, sagt Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. Aber das sehr kurzfristig - deshalb könne man die Einwohnerversammlung, anders als etwa in Rethmar und Ilten, erst nach dem Einzug abhalten. Die Asylbewerber sollen in der seit März leer stehenden ehemaligen Pastorenwohnung unterkommen.

Der Mietvertrag ist wegen des kurzen Vorlaufs aber noch nicht unterschrieben. Denn noch ist offen, ob es bei der Pastorenwohnung im Obergeschoss bleibt oder die Stadt gleich das ganze Haus mietet. Das Erdgeschoss wird von Gruppen genutzt. Dort gibt es noch Diensträume, einen Saal sowie eine Küche und Toiletten.

Die Zwölf-Apostel-Gemeinde, zu der auf Sehnder Stadtgebiet noch die Ortsteile Müllingen und Wassel gehören, hat noch nicht abschließend entschieden, ob sie womöglich auch das gesamte Gebäude vermieten will. Dies soll morgen bei einer Kirchenvorstandssitzung erörtert werden, sagt der Vorsitzende Rüdiger Beneke: „Wir würden gern das ganze Haus vermieten.“ Dann wäre die Verantwortlichkeit bei der Nutzung klar geregelt.

Aber auch wenn das Haus geteilt würde, mit den Nutzergruppen im Erd- und den Flüchtlingen im Obergeschoss, hätte er keine Probleme damit. „Wir haben die Anfrage der Stadt auch vor dem Hintergrund des christlichen Selbstverständnisses positiv aufgenommen“, betont Beneke. Viele Ältere aus der Gemeinde wüssten aus eigenem Erleben, wie schwer es sei, die Heimat zu verlassen und alles aufgeben zu müssen. „Lassen Sie uns voller Vertrauen auf Gottes Liebe in die Zukunft schauen“, hatte Beneke die Kirchenbesucher gestern beim Gottesdienst eingestimmt.

Auch Ortsbürgermeister Karl-Heinz Grun ist zuversichtlich - auch wenn er sich von der kurzfristigen Belegung überrascht zeigt: „Ich glaube schon, dass die Wirringer Bevölkerung sich solidarisch zeigen wird.“ Das Pfarrhaus habe einen großen Garten und sei etwa für Familien ideal geeignet.

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