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Auch Sehnde pocht auf Lärmschutz

Zugverkehr Auch Sehnde pocht auf Lärmschutz

Mehr Züge, mehr Lärmschutz: Diese Formel soll auch für Sehnde gelten. Das haben die Politiker im Ausschuss für Stadtentwicklung gefordert. Die Stadt soll daher dem Abschlussdokument des Dialogforums Schiene Nord beitreten.

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Symbolbild

Quelle: Achim Gückel

Sehnde. Die Anzahl der Güterzüge, die künftig auf der Strecke zwischen Celle und Lehrte rollen, wird sich in wenigen Jahren auf etwa 200 pro Tag verdoppeln. Das ist die Prognose der Bahn. Am Eisenbahnknotenpunkt Lehrte wird sich zwar viel Güterverkehr in verschiedene Richtungen verteilen, doch ein erheblicher Anteil der Züge wird auch durch Sehnde fahren. So lautet die nachvollziehbare Erwartung der Sehnder Kommunalpolitiker. Daher hatte sich die Stadt beim Dialogforum Schiene auch von Burgdorfs Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann vertreten lassen.

Nun liegt das Abschlussdokument der Gespräche vor. Die wichtigste Forderung darin: „Bestmöglicher Gesundheitsschutz, insbesondere Vollschutz vor Bahnlärm für alle durch einen Verkehrszuwachs betroffenen Schienenstrecken entlang bewohnter Gebiete“. In Sehnde wäre davon insbesondere die Kernstadt betroffen.

Godehard Kraft, Fachbereichsleiter bei der Stadt, machte im Ausschuss deutlich, dass Sehnde durch einen Beitritt zu dem Abschlussdokument seine Position stärken würde. „Das ist unsere Chance, unsere Interessen einzubringen“, sagte er.

Dieser Einschätzung folgten die Kommunalpolitiker mehrheitlich. Sehndes Ortsbürgermeisterin Regine Höft und Edgar Bäkermann (beide SPD) enthielten sich jedoch der Stimme. Bäkermann hatte zuvor kritisiert, dass es in den Prognosen zum Bahnverkehr nur um die Entwicklungen im Dreieck Hamburg-Bremen-Hannover gehe. Alle Betrachtungen zur Erhöhung der Güterzugzahlen sowie zur Zunahme des Lärms seien nicht ausreichend auf Sehnde herunter gebrochen worden. In einer Prognose für das Jahr 2030 ist von 38 Güterzügen die Rede, die pro Tag durch Sehnde fahren. Das wäre etwa eine Vervierfachung des Aufkommens im Vergleich zum Jahr 2010.

Das letzte Wort zum Thema „Beitritt zum Abschlussdokument des Dialogforums Nord“ hat der Sehnder Rat in seiner Sitzung am Donnerstag kommender Woche.

Von Achim Gückel

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