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Randalierer wütet im Rathaus

Sehnde Randalierer wütet im Rathaus

Randale im Sehnder Rathaus: Ein Einbrecher ist bereits in der Nacht zu Mittwoch in mehrere Büros eingedrungen, hat Verwüstungen angerichtet und in einem Raum sogar den Inhalt eines Pulverlöschers versprüht.

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Fünf Büros im ersten Obergeschoss des Rathauses sucht der Einbrecher heim: In einem Raum des Sachgebiets Ordnung wütet er besonders schlimm.

Quelle: Achim Gückel

Sehnde. Der Unbekannte machte nur wenig Beute, richtete aber nach Schätzung der Polizei einen Schaden von rund 10.000 Euro an.

Viele Mitarbeiter im Rathaus sind fassungslos. Der Einbrecher sei „mit brachialer Gewalt“ vorgegangen, sagt etwa Carsten Waschulewski vom Fachbereich Bürgerservice. Den Beweis dafür liefert der Anblick eines Büros, in dem normalerweise Gewerbeangelegenheiten geregelt werden und in dem auch eine kleine Gebührenkasse steht. Jetzt ist das Büro vorerst nicht mehr nutzbar.

Dort hat der Eindringling offenbar erst versucht, mit einem spitzen Gegenstand die fest verschlossene Tür einzuschlagen. Mögli- cherweise benutzte er dafür den Feuerlöscher, der normalerweise seinen Platz im Flur hat. Schließlich rammte er die Tür auf, hob sie dabei aus den Angeln und beschädigte sie schwer. In dem Büro riss der Unbekannte Schränke auf, wühlte in Akten, warf Gegenstände auf den Boden. Schließlich entleerte er den Inhalt des Pulverlöschers in den Raum.

In vier weiteren Büros trieb der Randalierer sein Unwesen. Unter anderem kippte er auf einen der Schreibtische den Inhalt einer Apfelsaftflasche aus. Beute machte er aber kaum. Er nahm rund 300 Euro mit, die er in mehreren Kassen fand, und stahl einen Laptop - allerdings ohne Netzkabel. Sämtliche Räume, in denen der Täter sein Unwesen trieb, befinden sich im ersten Obergeschoss des Rathauses. Zugang zu dem Gebäude verschaffte er sich jedoch durch ein Fenster im Erdgeschoss. Nach Angaben der Stadt hatte der Unbekannte wohl zuvor schon versucht, zwei andere Fenster zu knacken, unter anderem jenes der Teeküche, war aber gescheitert.

Aus dem Erdgeschoss marschierte der Unbekannte offenbar direkt ins erste Obergeschoss, wo sich auch Büros des Bereichs Soziales befinden. Die Polizei meint, der Täter habe möglicherweise darauf gehofft, dass er dort auf prall gefüllte Kassen stößt. Die gebe es in den Büros aber gar nicht.

Am Tatort hinterließ der Einbrecher eine gelbe Klappbox mit der Aufschrift „Metro“. Darin habe er möglicherweise Beute abtransportieren wollen, heißt es. Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter Telefon (05132) 8270 entgegen.

Polizei rätselt über das Motiv

Keine typischen Aufbruchspuren, kein wirklich gezieltes Vorgehen bei der Suche nach Beute: Der Einbruch ins Sehnder Rathaus gibt der Polizei allerhand Rätsel auf. „Fast könnte man meinen, dass für den Täter der Vandalismus und nicht die Beute im Vordergrund stand“, meint Kriminalhauptkommissar Philipp Guttack. Möglicherweise handele es sich bei der Tat sogar um so etwas wie einen Racheakt am Rathaus – von jemandem, der sich ungerecht behandelt gefühlt habe. Guttack spricht vorsichtig von einem „möglichen persönlichen Motiv“. All das sei aber nur hypothetisch, meint er.

Vielleicht habe der Einbrecher aber auch nur gedacht, im Bereich der Sozial- und Ordnungsverwaltung im Rathaus befänden sich besonders viele Gebührenkassen, die es zu plündern lohne. Eine falsche Annahme.

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