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Vereine erhalten mehr Geld für Rasenpflege

Sehnde Vereine erhalten mehr Geld für Rasenpflege

Das ist eine Anerkennung für ihr Engagement und eine Berücksichtigung der gestiegenen Kosten: Der Rat hat die Pflegekostenpauschale für Rasensport treibende Vereine von 30 auf 40 Cent pro Quadratmeter erhöht. Über die vom Sportring Sehnde beantragte Anpassungsklausel muss aber noch einmal verhandelt werden.

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Quelle: Oliver Kühn

Sehnde. Die Erhöhung gilt rückwirkend zum 1. Januar. Der Sportring hatte ursprünglich sogar eine Anhebung auf 50 Cent je Quadratmeter beantragt. Denn die letzte Anpassung habe es vor sieben Jahren gegeben, und auch die Kosten etwa für Düngemittel seien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, verdeutlicht der Vorsitzende Ralf Marotzke. Die CDU/FDP-Gruppe, der er selbst angehört, hatte stattdessen 40 Cent vorgeschlagen. Er sei mit der 33-prozentigen Erhöhung dennoch zufrieden: "Auch wenn wir uns mehr gewünscht hätten, können wir gut damit leben."

Die Stadt hatte dagegen nur 38 Cent vorgeschlagen, was auch der Gruppe SPD/Grüne zuerst angemessen erschien. Das hätte nur Mehrkosten von rund 15.000 Euro verursacht. Mit dem Votum des Rates sind es jetzt rund 19.000 Euro. Die Gesamtaufwendungen für Sportvereine belaufen sich damit für die Stadt auf rund 77.000 Euro.

Die Erhöhung gilt aber nur für Plätze mit "höchstem Qualitätsanspruch", sprich mit Punktspielbetrieb. Das sind der TSV Haimar-Dolgen, MTV Ilten, TuS Wehmingen, MTV Wassel, SV Bolzum, MTV Rethmar, SuS Sehnde, TSV Höver und SSV Sehnde-Süd. Nicht erhöht wurde dagegen die Pauschale für Bolzplätze, die weiterhin bei 30 Cent liegt. Erstmals kommt auch der Ponyclub Hohenfels in den Genuss der Pflegekostenpauschale, der wegen des geringeren Aufwands aber nur 15 Cent je Quadratmeter erhält. 

 Der Sportring hätte auch gern eine jährliche Anpassungsklausel untergebracht. Die Stadt hatte vorgeschlagen, die Beträge alle fünf Jahre anzupassen, jeweils um 1 Cent pro Jahr (für Bolzplätze um 0,5 Cent) und erstmalig zum 1. Januar 2022. Doch dies Thema ist vertagt worden und soll Ende des Jahres noch einmal diskutiert werden, wenn die Verwaltung die tatsächlichen Kosten für die Sportvereine überprüft hat. Doch das mache ihm keine Sorgen, sagt Marotzke: "Die Kosten liegen viel höher als veranschlagt."

Unsicherheiten gebe es in der jetzigen Praxis auch noch wegen steuerlicher Probleme. Da die Pflegekostenpauschale ein sogenannter Leistungsaustausch zwischen Stadt und Vereinen sei, könne künftig eventuell Umsatzsteuer anfallen, erläutert Marotzke. Statt Pauschalen müsse daher vermutlich auf Zuschüsse und einen rechtssicheren Modus umgestellt werden. Dafür müssen womöglich auch die Förderrichtlinien überarbeitet werden. Man sei deshalb mit dem Sportring Langenhagen im Gespräch, der damit schon Erfahrungen habe. "Ende des Jahres muss bei den Haushaltsberatungen alles auf den Prüfstand", resümiert der Sportringchef.

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Von Oliver Kühn

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