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Waldbad: Diskussion um Heizung beginnt

Sehnde Waldbad: Diskussion um Heizung beginnt

Bekommt das Waldbad eine Heizung für das Wasser? Und haben Feuerwehrleute dort bald freien Eintritt? Beides hat die SPD-Ratsfraktion unlängst gefordert. Jetzt beginnt die politische Diskussion über die Vorschläge. Und die könnte durchaus kontrovers werden.

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Mitunter ein recht kaltes Vergnügen: Der Sprung ins Becken des (unbeheizten) Sehnder Waldbads.

Quelle: Michael Schütz

Sehnde. Die SPD hat ihre Forderungen in zwei Anträge gegossen. Beide sollten in der jüngsten Ratssitzung eigentlich nur zur Beratung in die zuständigen Ausschüsse verwiesen werden. Trotzdem entwickelte sich, gut drei Wochen vor den Kommunalwahlen, ein reger Austausch der Meinungen.

Olaf Kruse (SPD) warb nachdrücklich für den Antrag seiner Fraktion, das Waldbad zu beheizen und von der Obhut der Stadt in die Hände der Stadtwerke zu übergeben. Der aktuelle Sommer mit seiner kühlen Witterung zeige, dass eine Erwärmung des Wassers nötig sei. Man müsse die Heizung möglichst schon zur Saison 2017 in Betrieb kriegen. In dieselbe Kerbe schlug SPD-Ratsherr Wolfgang Toboldt, der auch Vorsitzender des Waldbad-Fördervereins ist: "Nach der Sanierung haben wir ein tolles Familienbad bekommen. Aber wir nutzen es nicht wirklich aus", sagte er.

Die Grünen stehen bei der Forderung an der Seite der SPD. "Wir waren schon vor Jahren der Meinung, dass wie die Heizung brauchen", sagte Fraktionschef Günter Pöser. CDU-Fraktionsvorsitzender Hartmut Völksen nannte den Vorstoß der SPD indes "ein Wahlkampfthema", über dass man nach den Wahlen eingehend diskutieren müsse. Das von der SPD vorgeschlagene Blockheizkraftwerk für das Bad und möglicherweise umliegende öffentliche Gebäude lehnte Völksen nicht pauschal ab. "Dazu sagen wir ja, wenn es sich rechnet", sagte der Christdemokrat.

Auch Bernd Ostermeyer (CDU) betonte, man müsse den SPD-Vorschlag weiter beraten. "Wir sollten das Bad attraktiver machen, als es jetzt ist", sagte er. Er fordert aber, dass der Rat eine Lösung finden muss, welche die Fraktionen gemeinsam tragen können. Eine Übertragung des Bads in die Obhut der Stadtwerke lehnte er ab.

Allerhand Diskussionsbedarf gibt es auch für den Antrag der SPD, Feuerwehrleuten freien Eintritt im Waldbad zu gewähren. Kruse sagte, im Feuerwehrbedarfsplan stehe deutlich, dass dieses Vorhaben geprüft werden solle. Der Antrag der Sozialdemokraten sei also nur folgerichtig.

Angelika Thomaier (Grüne) begrüßte den Vorschlag ebenso wie Hartmut Marotzke (CDU). Thomaier betonte aber, ihr fehle eine Begründung, warum nur Feuerwehrleute freien Eintritt haben sollen. Es gebe "jede Menge Ehrenamtliche in anderen Bereichen", die solch eine Behandlung auch verdienten. Marotzke schlug vor, den Antrag auf einen weiteren Kreis von Ehrenamtlichen auszudehnen. Kruse betonte indes, dass es sich bei der aktiven Arbeit in der Feuerwehr um ein "besonderes Ehrenamt" handele, dass eine Einsatzbereitschaft an sieben Tage pro Woche und 24 Stunden am Tag verlange.

Von Achim Gückel

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