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Region gibt mehr mehr Geld für Flüchtlingsarbeit

Sehnde Region gibt mehr mehr Geld für Flüchtlingsarbeit

Die Stadt bekommt Hilfe in der Flüchtlingskrise: Die Region hat für die Flüchtlingsarbeit einen zusätzlichen Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Außerdem hat sie den finanziellen Zuschuss auf insgesamt 100 000 Euro pro Jahr verdoppelt.

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Sehnde bekommt mehr Geld für die Flüchtlingsarbeit. Der Bahnhof Lehrte war Anfang des Monats Durchgangsstation für mehr als 400 Asylbewerber.

Quelle: Peter Steffen (dpa)

Sehnde. Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke stellte dem Rat am Donnerstagabend Fakten zur Flüchtlingsarbeit dar - und konnte Positives vermelden. Unter anderem hat die Region Hannover seit Beginn dieses Monats einen Mitarbeiter für drei Tage pro Woche nach Sehnde ausgeliehen, um die Verwaltung dort in der Flüchtlingsarbeit zu unterstützen. Weiterhin verdoppelt die Region ihren Zuschuss für eine weitere Stelle auf 100 000 Euro pro Jahr.

Der Bürgermeister rechnet bis Ende Januar 2016 mit 150 weiteren Asylbewerbern. Der Wohnraum sei weiterhin knapp, betonte Lehrke. Aber die Stadt sei auf einem guten Weg, für alle eine geeignete Unterkunft zu finden. Bis Jahresende rechnet Lehrke mit freiem Wohnraum für rund 100 Menschen. Weitere 22 Plätze in Wohnungen seien optional möglich.

Die 114 im Klinikum Wahrendorff untergebrachten Flüchtlinge von der Landesaufnahmebehörde würden auf die Quote angerechnet, betonte er. Sehnde müsse damit weniger Asylbewerber aufnehmen. Lehrke verwies auf die vorbildliche Arbeit des Klinikums.

Für 2016 sei mit weiteren 300 Flüchtlingen zu rechnen, gab Lehrke vor. Die Stadt will diese vorwiegend dezentral unterbringen. Größere Einheiten sollen im nächsten Jahr im ehemaligen Bundessortenamt Rethmar mit 40 Bewohnern sowie auf dem ehemaligen Avacon-Gelände an der Peiner Straße entstehen. Die Stadt ist in Gesprächen für weitere Objekte.

„Wir schaffen das nicht ohne Unterstützung“, sagte der Bürgermeister. Jedes Wohnungsangebot werde momentan ernsthaft geprüft. „Eine Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen oder Dorfgemeinschaftshäusern - das wollen wir alle nicht“, sagt Lehrke.

Er lobte die Arbeit der rund 60 Helfer beim Ehrenamtlichen Netzwerk für Asylsuchende in Sehnde (ENAS). Die Ehrenamtlichen erleichterten den Einstieg in die Sehnder Gesellschaft. Neben Sprachkursen bietet ENAS Patenschaften und Dolmetscher und hält Angebote zur Strukturierung des Alltags wie etwa PC-Kurse vor.

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