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Großer Ansturm beim Filmnachmittag

Sehnde Großer Ansturm beim Filmnachmittag

Das das Interesse an alten Filmen über Rethmar groß ist, war Erhard Niemann vom Regional-Museum-Sehnde bewusst. Doch dass der Rittersaal im Gutshof Rethmar bei der Vorführung am Sonntagnachmittag an seine Fassungsgrenze kommen würde, hätte der Vereinsvorsitzende nicht gedacht.

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Der Vorsitzende des Regional-Museums Sehnde Erhard Niemann begrüßt mehr als 140 Besucher zum Filmnachmittag im Rittersaal im Gutshof Rethmar.n

Quelle: Sandra Köhler

Rethmar. Wie ging es zu in der guten alten Zeit, als Autos auf der Straße noch die Ausnahme waren? Das hat nahezu 150 Besucher zum Schauen von alten Filmen aus den dreißiger und fünfziger Jahren angelockt. Viele alteingesessene Rethmarer nutzten die Gelegenheit, in Nostalgie zu schwelgen und persönliche Erinnerungen auszutauschen. Als der Stuhlnachschub knapp und knapper wurde, kam Organisator Niemann aus dem Staunen nicht heraus: "Das hätte ich nicht gedacht." Das letzte Mal wurden die alten nicht vertonten Streifen vor 15 Jahren in der Turnhalle gezeigt. "Viele immer wieder nachgefragt haben, wann es die Filme wieder zu sehen gibt", sagte Niemann.

Ursel Deutsch wohnt jetzt in Sehnde. Die 68-Jährige war mit Ehemann und ihrer Schwester Sabine Rinke gekommen und hatte eigens ein Album mitgebracht, in dem sie Fotos aus ihrer Jugend verwahrt. "Vielleicht haben ja andere die gleiche Idee gehabt", hoffte sie. Im Film sei eigentlich ihre ganze Familie zu sehen, sagte Deutsch: "Opa war Verwalter, Oma hatte im Kindergarten und Mutti in der Molkerei gearbeitet. Wir sind als Kinder im Gut aufgewachsen, kannten jede Ecke und konnten das alles genießen." Dirk Ferner ist kein Rethmarer. Der 51-Jährige kennt das Haus seiner Eltern nur von Fotos. "Vielleicht kann ich es ja im Film sehen", hoffte er.

Bereits vor drei Jahren sei die Entscheidung für den erneuten Filmnachmittag gefallen, sagte Niemann. Er buchte den Raum und kümmerte sich um die Filme: Einen mit dem Titel "Dorfleben in Rethmar" von 1957 stellte der Männergesangsverein Einigkeit Rethmar zur Verfügung. Der ehemalige Rethmarer Ludwig Block-Gruppe gab den Film "Haus Rethmar" von 1935 heraus. Die Vorführung der schwarz-weißen Stummfilme begleiteten die Zuschauer mit Kommentaren und Erinnerungen wie: "Schau mal, das ist Fritz", "und das da Tante Toni."

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Von Sandra Köhler

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