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Helfer dürfen keine Platzangst haben

Sehnde Helfer dürfen keine Platzangst haben

Auf den ABC-Zug Region Hannover Ost kommen aufgrund der zunehmenden Transporte gefährlicher Stoffe immer mehr Aufgaben zu - und damit immer mehr Einsätze für die Helfer. Doch der Zug scheint gut gerüstet für die Zukunft: Mit einer Rekordbeteiligung ist die jüngste Ausbildung im Umgang mit Gefahrstoffen zu Ende gegangen.

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Bei der Ausbildung müssen die Prüflinge für den ABC-Zug Region Hannover Ost einen Leck geschlagenen Behälter mit Gefahrgut sichern und umfüllen.

Quelle: Feuerwehr

Sehnde. 37 Feuerwehrleute aus Sehnde, Lehrte, Burgdorf und Uetze haben die Ausbildung in Sehnde erfolgreich abgeschlossen - im vergangenen Jahr waren es nur 15. "Das ist die höchste Beteiligung, die wir je hatten", sagt Sehndes Feuerwehrsprecher Tim Herrmann. Künftig werde die Ausbildung nur noch alle zwei Jahre angeboten.

Unter den Teilnehmern waren auch fünf Frauen, obwohl Gefahrguteinsätze körperlich sehr anstrengend sind und zudem eine Ausbildung als Atemschutzgeräteträger empfohlen ist. "Der Chemikalienschutzanzug ist eng, man schwitzt darin und darf keine Platzangst haben", resümiert Herrmann. Das konnten die Teilnehmer hautnah erleben: Sie mussten im Schutzanzug einen Leck geschlagenen Behälter mit Spezialausrüstung abdichten, umfüllen und sichern. Weil die Einsatzzeit deshalb meist nur über 20 Minuten möglich sei, seien Einsätze sehr personal- und zeitintensiv. "Bis jetzt haben wir in Sehnde aber noch genug Personal."

Brennpunkt ist die A2 in Lehrte. Die drei großen Einsätze nach Gefahrgutunfällen dauerten für die Ortsfeuerwehren Höver, Ilten und Bilm, die dem ABC-Zug angehören, bis zu zwölf Stunden. Dazu kamen kleinere Notlagen wie die Entsorgung eines Quecksilberthermometers in Wassel, die Entfernung von 5000 Litern Flüssigdünger in Ilten nach einem Unfall oder die Hilfe bei ausgelaufenem Weichmacher eines Betonwerks in Höver. Arbeit bereiteten aber auch sogenannte Risikobetriebe: Etwa Ammoniaktransporte einer Firma in Ilten oder Frachttransporte mit Gefahrgut in Höver.

Von Oliver Kühn

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