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500 Rethmarer fordern eine Umgehung

Sehnde 500 Rethmarer fordern eine Umgehung

Mehr als 500 Bürger aus Rethmar wollen, dass die B 65 möglichst bald einen Bogen um den Ort macht. Das haben sie jetzt in einer Unterschriftensammlung bekundet. Am Mittwochabend sind die Listen dem Ortsrat übergeben worden.

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Mehr als 500 Bürger aus Rethmar wollen eine Umgehung: Marc Rheinfels übergibt die Unterschriftenlisten an Ortsbürgermeister Matthias Jäntsch.

Quelle: Achim Gückel

Rethmar. Die Unterzeichner der Listen wollen, dass die Kommunalpolitiker im Dorf in eine neue Diskussion über die im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans vorgeschlagene neue B-65-Trasse einsteigen. Diese soll nördlich von Rethmar, Evern und Haimar verlaufen. Der Ortsrat hat in einer früheren Sitzung, ebenso wie der zuständige Fachausschuss der Stadt sowie der Rat, diese Trasse abgelehnt. Eine Parallel-Autobahn zur A 2 zerschneide die Landschaft, schädige die Umwelt und bringe Verkehrslärm in derzeit noch ruhige Wohnbereiche, meinen die Politiker.

Viele Rethmarer finden diese Argumentation nicht nachvollziehbar. Sie leiden unter dem stetig wachsenden Durchgangsverkehr auf der Hauptstraße im Dorf und wollen, dass dort so schnell wie irgend möglich mehr Ruhe und Sicherheit einkehrt. Die Umgehung wäre ein Segen für Rethmar, meinen sie.

„Der Ortsrat soll sich dem Willen der Bürger anschließen und Druck auf den Rat der Stadt machen“, forderte Marc Rheinfels bei der Übergabe der Listen in der Ortsratssitzung, zu der rund
50 Bürger gekommen waren. Er „erwarte und verlange“ eine neue Abstimmung über das Thema. Schließlich unterstützten mehr als die Hälfte der wahlberechtigten Rethmarer die Forderung nach einer Umgehung. Der Ärger über die Missachtung des Bürgerwillens sei groß, merkte Rheinfels an.

Ortsbürgermeister Matthias Jäntsch sicherte zu, man werde sich „ausführlich mit dem Thema auseinandersetzen“ und die Unterschriftenlisten an Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke sowie die zuständigen Behörden weiterleiten. Der Rethmarer SPD-Ratsherr Edgar Bäkermann verteidigte indes das klare Nein des Sehnder Rats zur B-65-Umgehung. Es gehe darum, nicht allein auf Rethmar zu blicken, sondern eine „Gesamtsicht auf Sehnde“ zu haben.

Von Achim Gückel

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