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Rugby-Crack zeigt das richtige Tackling

Sehnde Rugby-Crack zeigt das richtige Tackling

Gemeinsam mit seinem Kollegen Rafael Pyrasch aus dem Nationalteam gestaltete der ehemalige KGS-Schüler Phil Szczesny eine Trainingseinheit auf dem Rasenplatz am Trendelkamp.

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Der ehemalige KGS-Schüler Phil Szczesny (rechts) und sein Nationalmannschaftskollege Rafael Pyrasch demonstrieren den Rugby-Schülern das richtige Tackling.

Quelle: Thomas Böger

Sehnde. Mal mit einem richtigen Nationalspieler trainieren zu können - davon träumen viele junge Sportler. Für die Mitglieder im Rugby-Kurs an der KGS Sehnde wurde das jetzt zur Realität: Gemeinsam mit seinem Kollegen Rafael Pyrasch aus dem Nationalteam gestaltete der ehemalige KGS-Schüler Phil Szczesny eine Trainingseinheit auf dem Rasenplatz am Trendelkamp.

Der heute 22-jährige Szczesny stammt aus Ilten und hat schon mit dreieinhalb Jahren mit dem Rugbyspielen begonnen. Das bekam auch Lehrer Rüdiger Streilein zu spüren, als er vor sieben Jahren erstmals an der KGS einen Kursus in der aus England stammenden Sportart anbot. „Da war plötzlich einer, der konnte ein bisschen mehr als ich“, erinnert sich Streilein.

Die beiden Nationalspieler müssen den Schülern die Grundregeln nicht mehr beibringen. Die wissen, was ein Gedränge ist, oder die Gasse, und dass jegliches Werfen des eiförmigen Balls nach vorne als abseits abgepfiffen wird. Doch zunächst wird das Passen im gemächlichen Tempo geübt, bis es allmählich mit immer mehr Bällen immer schneller und unübersichtlicher wird. „Vorsicht, nicht umrennen!“ ruft Szczesny den 16 Jungen und Mädchen zu, deren diagonale Laufwege sich in schneller Folge kreuzen. Später wird auch das Tackling, also das regelgerechte Umreißen, geübt und die beiden Auswahlspieler geben taktische Tipps.

Ein Rugbyspieler „muss gut mit dem Ball in der Hand umgehen können“, sagt Szczesny. Außerdem seien Schnelligkeit und Wendigkeit gefragt, vor allem bei der im nächsten Jahr bei Olympia zugelassenen Variante mit sieben Spielern. In den größeren 15-Mann-Teams brauche man aber auch kräftige Typen.

Im Gegensatz zu Ländern wie Frankreich und England, aber auch Neuseeland und Südafrika, könne man in Deutschland auch als Nationalspieler seinen Lebensunterhalt nicht mit Rugby verdienen, berichtet der jetzt in Hannover lebende Szczesny. Er und Pyrasch sind als Sportsoldaten bei der Bundeswehr beschäftigt und bekommen so genügend Zeit für das Training. Das soll auch noch eine Weile so bleiben, denn „so ungefähr zehn Jahre“ möchte Szczesny noch auf seinem hohen Niveau spielen.

Von Thomas Böger

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