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SPD-Wahlprogramm: Grundidee ist entscheidend

Sehnde SPD-Wahlprogramm: Grundidee ist entscheidend

Die Wahlprogramme der einzelnen Parteien zur Kommunalwahl sind fast austauschbar, findet Olaf Kruse, SPD-Fraktionsvorsitzender im Sehnder Rat. Seine Partei habe deshalb keine Ränge für die vielen kommunalpolitischen Themen vergeben, weit oben stünden jedoch Bildung und Wohnen.

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"Wir entwickeln Sehnde weiter": So nennt die Sehnder SPD ihr Programm für die Kommunalwahl.

Quelle: Oliver Kühn

Sehnde. Für Kruse ist entscheidend, was die Grundidee einer Partei ausmacht. Die Daseinsvorsorge sei dabei vordringliche Aufgabe der Kommunalpolitik. "Bei der SPD ist dies der soziale Aspekt, der Mensch steht im Vordergrund", erläutert Kruse. Etwa bezahlbare Wohnungen für Ältere in den großen Kernorten zu schaffen, vielleicht sogar Senioren-WGs, sei bei einer älter werdenden Gesellschaft ein wichtiger Zukunftsaspekt. Auch eine weitere Begegnungsstätte sei mehr als wünschenswert. "Wir haben nur eine, und die platzt aus allen Nähten."

Dazu gehöre auch das betreute Wohnen in den Dörfern, damit ältere Menschen länger in ihrem sozialen Umfeld bleiben können. "Der Wohnungsmarkt ist ausgebrannt, und Sehnde wächst jedes Jahr um 100 Neubürger." Die SPD habe deshalb bereits in den vergangenen Jahren oft vergeblich Bauland gefordert. Das jetzt die Baugebiete Maschwiesen, Kleines Öhr und Keramische Hütte mit Wohnungen, aber auch gehobenen Ein- und Zweifamilienhäusern entwickelt würden, sei richtig und wichtig. "Wir brauchen Wohnraum für den Querschnitt der ganzen Bevölkerung."

Aber auch auf der anderen Seite der Altersspirale gebe es viel zu tun. Während es in Krippen und Kitas bereits eine Ganztagsbetreuung gebe, sei in den meisten Grundschulen dagegen um 13 Uhr Schluss. "Wir müssen für die Zukunft auch über Spätangebote nachdenken", meint Kruse. Die Entwicklung von Grundschulen zu Ganztagsschulen sei deshalb unerlässlich.

Am schwierigsten seien jedoch die Jugendlichen zu erreichen, meint Kruse. "Die sind so unterschiedlich interessiert, dass es schwer ist, ihre Bedürfnisse zu erkennen." Und wenn sie erkannt würden, dauere es oft Jahre, bis sie umgesetzt würden - wie beim Skaterplatz in Ilten. Freies Wlan auf öffentlichen Plätzen - vor dem Rathaus, auf dem Marktplatz, im Jugendzentrum - sei aber sicherlich eines davon. "Das könnten Treffpunkte werden, und die Jugendlichen kommen mal raus."

Von Oliver Kühn

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