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SPD und Grüne in Sehnde machen Druck bei Turnhalle

Sehnde SPD und Grüne in Sehnde machen Druck bei Turnhalle

Die Gruppe SPD/Bündnis 90-Die Grünen macht Druck beim Bau der neuen Turnhalle. Bis zum Dezember soll eine Entscheidung über das Modell stehen. Auch die KGS-Erweiterung müsse beschleunigt werden.

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Auf der Brachfläche der abgebrannten Turnhalle an der Waldstraße soll der Erweiterungsbau der KGS Sehnde entstehen.

Quelle: Oliver KÜhn

Sehnde.  Nachdem die Entscheidung für den Neubau eines Turnhallenkomplexes an der Chausseestraße seit vergangener Woche feststeht, macht die Gruppe SPD/Bündnis 90-Die Grünen der Stadt jetzt ordentlich Druck. Bis zur nächsten Ratssitzung im Dezember soll eine Entscheidung über das Modell für die neue Sportanlage stehen. Die Gruppe selbst hat sich bei ihrer Klausurtagung zum Haushalt bereits für eine Vier-Feld-Turnhalle entschieden. Aber auch die Erweiterung der Kooperativen Gesamtschule (KGS) auf dem nun frei gewordenen Gelände der abgebrannten Turnhalle an der Waldstraße müsse deutlich beschleunigt werden. Dafür müsse das Raumkonzept noch einmal überprüft werden.

„Die Zeit drängt“, betont der Gruppensprecher und SPD-Fraktionsvorsitzende Olaf Kruse. Seit dem Brand der alten Turnhalle an der Waldstraße sind bereits fast eineinhalb Jahre vergangen. Bis eine neue Halle gebaut sei, kommen noch einmal zweieinhalb bis drei Jahre hinzu. Bereits im Oktober hatte Kruse die Verwaltung und auch Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke dafür kritisiert, dass die Planungen nur sehr schleppend in Gang kämen. Die Verwaltung sei das Vorhaben „zu lasch“ angegangen und habe „viel Zeit verschlafen“. Auch dem Bürgermeister fehle der nötige Nachdruck, warf Kruse dem Verwaltungschef vor. Ähnlich hatte auch Ralf Marotzke, Vorsitzender des Sportrings Sehnde und CDU-Ratsherr, argumentiert.

Auf die massiven Probleme aufgrund fehlender Hallenzeiten hatten Vereinsvertreter die Politik erst kürzlich mit drastischen Worten hingewiesen. So seien durch die schwierigen Umstände mangels einer Tribüne etwa die Zuschauerzahlen bei Punktspielen deutlich zurückgegangen. Einige Vereine fürchten, dass sie Mitglieder verlieren oder womöglich ganze Sparten schließen müssen. „Wir brauchen deshalb dringend einen Grundsatzbeschluss und müssen dann zügig handeln“, fordert Kruse nun.

Die Gruppe hat deshalb einen Antrag formuliert, die Stadt solle jetzt umgehend Planungen für eine Vier-Feld-Turnhalle aufnehmen. Eine solche Halle hatten Vertreter von Stadt, Rat und Sportring Sehnde als eine von zwei Varianten im Oktober in Schwarmstedt besichtigt. „Es muss geklärt werden, ob wir so eine Halle oder eine andere wollen“, sagt Kruse. Dies müsse bis zur Ratssitzung am 14. Dezember auch in den entsprechenden Fachausschüssen besprochen werden. 

Parallel dazu soll auch die geplante Erweiterung der KGS mit mehr Elan angegangen werden. „Für den Anbau gibt es ja bereits Pläne“, verdeutlicht Günter Pöser, Ratsfraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen. „Das könnte schnell gehen.“

Über die Erweiterung der KGS und eine Variante hatte die Sehnder Politik bereits vor dem Brand der Turnhalle an der Waldstraße entscheiden. Wegen des Brandes war das Thema jedoch in den Hintergrund geraten. Nicht zuletzt, weil bis vergangene Woche nicht klar war, ob die Brachfläche an der Waldstraße dafür zur Verfügung steht. Mit der Erweiterung soll die KGS 16 neue Klassen bekommen, denn die Schule platzt aus allen Nähten. Derzeit müssen verschiedene Klassen in Containern unterrichtet werden. 

Von Oliver Kühn

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