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SPD will mehr Bauland und Gewerbe

Rethmar/Sehnde SPD will mehr Bauland und Gewerbe

Die städtebauliche Entwicklung Sehndes ist ins Stocken geraten – das findet jedenfalls die SPD. Sie fordert ein grundlegendes Konzept für die Zukunft, das auch mehr Einnahmen für die Stadtkasse bringen könne. Im Fokus steht dabei die Entwicklung Rethmars bis 2030.

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Die SPD wünscht sich mehr Bauland für Rethmar. Vor einigen Jahren entstand das Baugebiet Bergfeld-Ost.

Quelle: Gückel (Archiv)

Sehnde. „Rethmar 2030“ betitelt die SPD ihre Vorstellungen für Sehndes Boomtown. Auch der Ortsrat hatte sich bereits für eine Entwicklung am östlichen Rand ausgesprochen. Im Entwurf des neuen Regionalen Raumordnungsprogramms sei die Deckelung der Siedlungsentwicklung weitgehend zurückgenommen worden - das sei eine Chance für die Zukunft. „Mit einem umfassenden Konzept könnten wir agieren und planen, statt nur zu reagieren“, sagt Fraktionsvorsitzender Olaf Kruse. „Ohne eine Verbesserung der Einnahmesituation wird die Schuldenlast zwangsläufig deutlicher steigen“, sagt Kruse.

Nach Vorstellung der Sozialdemokraten könnten in Rethmar zwischen der B 65 und dem Mittellandkanal, von der Schule Richtung Sportplatz, bis 2030 in Abschnitten Bauland sowie weitere Gewerbeflächen ausgewiesen werden. „Rethmar ist ein interessanter Wohnstandort mit großer Nachfrage“, begründet Kruse den Vorstoß.

Auch ökologische Aspekte wie Nahwärmeversorgung durch Mini-Blockheizkraftwerke sollen dabei zum Tragen kommen. An der B 65 am Ortsausgang nach Evern könnte eine Gewerbefläche für Handwerks- und Handelsbetriebe entstehen. Dafür gebe es eine starke Nachfrage, wie in der Vergangenheit am Beispiel Ilten zu sehen sei.

Die Stadt müsse nun klären, ob und welche Flächen verfügbar wären. Darüber hinaus soll die Verwaltung prüfen, wo im Stadtgebiet Baulücken geschlossen werden können. Mit einer Verdichtung der Bebauung könnte der Flächenverbrauch reduziert werden.

Aber auch über die „demografische Komponente“ im Baulückenkataster - also die Nachnutzung bereits oder in absehbarer Zukunft leer stehender Wohnhäuser - müsse man nachdenken. „In vielen Häusern wohnen Ältere ganz allein“, verdeutlicht Kruse. Doch darüber gebe es noch keine Datengrundlage, die jedoch dringend nötig sei.

Bauhof und Feuerwehr verlagern?

Für die Stadtentwicklung hat die SPD noch zwei weitere Vorschläge: Die Verlagerung des Baubetriebshofs und der Schwerpunktfeuerwehr weg vom Borsigring. Der Baubetriebshof könne möglicherweise in die Hallen des Bundessortenamts in Rethmar verlegt werden, sagt Fraktionsvorsitzender Olaf Kruse. Zudem solle die Verwaltung prüfen, ob bei der Nutzung von Großfahrzeugen eine Zusammenarbeit mit anderen Kommunen möglich ist. Die Schwerpunktfeuerwehr könnte zudem auf das Gelände der ehemaligen Avacon-Niederlassung an der Peiner Straße (B?65) verlagert werden. Am Borsigring seien die Platzverhältnisse sehr beengt, die Einrichtung insgesamt veraltet. Aber auch ein anderer „strategisch günstiger Standort“ sei denkbar. „Die Einsatzkräfte müssen ja schnell dorthin kommen können“, betont Kruse. In beiden Fällen könnten die frei werdenden Flächen für Gewerbeansiedlungen genutzt werden: „In der Kernstadt gibt es davon nur noch wenige, dafür aber eine große Nachfrage.“

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