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Sanierung B 65: Autofahrer nehmen Schleichwege

Sehnde Sanierung B 65: Autofahrer nehmen Schleichwege

Wegen der für die Sanierung gesperrten Ortsdurchfahrt (B 65) in Rethmar nehmen viele Autofahrer offenbar Feldwege als Umleitung. Einige Bauern haben diese offenbar mit Sandhaufen blockiert.

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Tausende Fahrzeuge quälen sich jeden Tag durch Dolgen, darunter auch viele Lastwagen.
 

Quelle: Achim Gückel (Archiv)

Dolgen/Evern.   Die wegen der Sanierung derzeit gesperrte Ortsdurchfahrt (B 65) in Rethmar hat auch Auswirkungen auf die benachbarten Ortschaften. Viele Autofahrer nutzen jetzt offenbar Feldwege als Schleichweg, um die weiträumigen Umleitungen zu umgehen – allerdings verbotenerweise. Das hat auch der Dolgener Ortsbürgermeister Konrad Haarstrich festgestellt. „Das ist schon ein Problem, in einzelnen Bereichen werden die Wege kaputt gefahren“, sagt er. 

Um den Durchgangsverkehr zu stoppen, hätten Landwirte deshalb bereits teilweise Wege etwa mit Sandhaufen blockiert. So etwa auf einem Verbindungsweg von Haimar nach Klein Lobke. Denn nach Sehnde sei ohne großräumige Umfahrung kein Durchkommen – was für viele Geschäftsleute Umsatzeinbußen bedeutet. „Viele Sehnder kaufen deshalb inzwischen in Lehrte oder Hohenhameln ein“, weiß Haarstrich. Auch er selbst fahre derzeit über Lehrte nach Sehnde. 

Vor allem bei Staus auf der A2 würde sich der Schleichverkehr bemerkbar machen, hat Haarstrich beobachtet. Das kann eine Anwohnerin aus Evern nur bestätigen. Viele Pendler aus Richtung Peine führen über die meist gut ausgebauten Feldwege, so wie etwa in der Verlängerung des Kapellenweges. Dieser werde genutzt, weil die Mittellandkanalbrücke in Richtung Haimar gesperrt sei und viele Autofahrer nicht den Umweg über Dolgen in Kauf nehmen wollten. Gleiches gelte für die Strecke entlang dem Golfplatz in Rethmar an der Seufzerallee. 

Die Umleitung über Dolgen ist für den Ort eine echte Belastungsprobe. Tausende Autos führen jetzt jeden Tag durch das 400-Seelen-Dorf, sagt der Ortsbürgermeister. Ein Anwohner habe bereits eine Zählung gemacht – und in einer Stunde 870 Fahrzeuge festgestellt. Gleichzeitig sieht Haarstrich ein, dass es derzeit keine andere Möglichkeit gibt. „Wenn es nur Autos wären, wäre es nicht so wild. Aber es fahren auch so viele Lastwagen hier durch.“

Von Oliver Kühn

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