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Turnhalle Dolgen soll 2018 saniert werden

Sehnde Turnhalle Dolgen soll 2018 saniert werden

Endlich ist es so weit: Die Sanierung der desolaten Sanitäranlagen in der Turnhalle Dolgen soll nun 2018 erfolgen. Bereits Anfang 2011 hatte die Stadt ein Sanierungskonzept aufgestellt, das 2015 umgesetzt werden sollte. Dank möglicher EU-Fördergelder und einem Ratsbeschluss scheint die Umsetzung nun nahe.

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Damian Czop zeigt, dass der Putz an den Wänden der Umkleiden wegen Feuchtigkeit umlaufend abbröckelt.

Quelle: Sandra Köhler

Dolgen. "Wir sind ja froh und glücklich, dass wir die Halle haben", sagt Damian Czop, Leiter der Tischtennisabteilung des TSV Germania Haimar-Dolgen. Das sei mitnichten selbstverständlich: "Längst nicht alle kleinen Dörfer haben dieses Glück". Entsprechend viel genutzt wird die Sportstätte, deren Obergeschoss auch für geselliges Beisammensein genutzt wird: Vom benachbarten Kindergarten, den Eltern-Kind- und Kinderturngruppen, den Jugendfußballern, den Volleyballern, der Frauenfitnessgruppe, der Gruppe 50 plus, einem Yoga-Kurs, für Fußballtennis- und natürlich von der Tischtennisabteilung, die dort auch ihre Punktspiele bestreitet.

Mit ihrem Schwingboden entspräche die Halle vielleicht nicht dem allerneuesten Stand, auch die sanierungsbedürftige Heizung sei nicht wirklich toll: "Aber damit kann man irgendwie leben", so Czop. Klaglos und selbstverständlich engagierten sich die Mitglieder des Vereins, wenn es darum gehe, kleinere Mängel selbst zu beheben. "Wir wissen, dass die Stadt mit dem Aufbau der Kooperativen Gesamtschule eigentlich genug zu wuppen hat", sagt Czop.

Allein mit Schönheitsreparaturen ist dem grundlegenen Problem der Sporthalle aber nicht beizukommen: Die Umkleiden und sanitären Anlagen sind in einem desolaten Zustand. "Wenn wir Gäste zu unseren Punktspielen begrüßen, kommt es schon vor, dass die sagen: 'Hier gehe ich weder auf Toilette, noch duschen.'", weiß Czop.

In den Wänden der Umkleidekabinen sitzt die Feuchtigkeit. Und zwar so nachhaltig, dass der Putz ringsherum bereits abbröckelt. Und dieses, obwohl die Männer der Tischtennisabteilung den Putz vor vier Wochen erst abgeschlagen und neu aufgetragen haben. Am Mauerwerk im Eingangsbereich sieht es ähnlich aus.

Schimmelstellen gibt es in der Halle ebenfalls - vor allem an den Wänden im Toilettenbereich der Herren. Die Toiletten sind an sich komplett sanierungsbedürftig. Ein Toilettenbecken ist gerissen, das Urinal läuft zu langsam ab. Das dürfe wohl an den alten Rohrleitungen liegen, in denen sich Ablagerungen gebildet haben, mutmaßt Czop: "Vielleicht sind auch welche kaputt."

Die Duschen sind ebenfalls marode. Die Duschsäulen sind verrostet und müssen bei Bedarf erst zentral an einem Schalter angestellt werden - sonst würde das Wasser andauernd laufen. Warmes Wasser gibt es auch - allerdings erst nach langem Laufenlassen. Dass die Warmwasseraufbereitung nicht den Ansprüchen einer Legionellenvorbereitung entspricht, hatte die Stadt bereits aktenkundig gemacht. "Mittlerweile hat sich der Zustand der Sanitäranlagen in der Turnhalle Dolgen derartverschlechtert, dass die damals angewandte Bewertungsskala nicht mehr ausreicht.Es müsste die Note 6 (desolat) hinzugefügt werden", so hatte es der Verein in einem offenen Brief im Februar formuliert. 

All das ist nicht nur dem Verein ein Dorn im Auge, sondern auch Ortsbürgermeister Konrad Haarstrich. "Das kann nicht nur gemacht werden, dass muss", sagt dieser. Deshalb habe sich der Ortsrat bei den Wünschen für den Haushalt trotz der hohen Kosten von rund 162 000 Euro einstimmig für eine Sanierung ausgesprochen. Haarstrich geht  davon aus, dass das auch im kommenden Jahr auch umgesetzt werde. Möglich werde dies mit EU-Mitteln, die man für das Projekt erhalten könne. "Das gilt aber nur für städtische Hallen, in denen kein Schulsport betrieben wird", so Haarstrich. Die Förderung müsse noch in diesem Jahr beantragt werden. Der städtische Anteil sei für 2018 aber bereits in den Haushalt eingestellt worden.

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Von Sandra Köhler

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