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Scheunenbasare werden eingestellt

Sehnde Scheunenbasare werden eingestellt

Sie haben mehr als 50 Basare organisiert, Hunderte von Arbeitsstunden investiert und der Kirchengemeinde mehr als 10.000 Euro eingebracht - doch jetzt ist erst mal Schluss: Conny Görlitz, Sabine John, Claudia Klander und Ines Rehling wollen, zumindest vorläufig, keine Basare mehr im Gemeindehaus veranstalten.

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Claudia Klander (von links), Sabine John, Conny Görlitz und Ines Rehling haben mehr als 50 Basare im Sehnder Gemeindehaus organisiert.

Quelle: Thomas Böger

Sehnde. Grund ist nicht zuletzt ein Rückgang von Angebot und Nachfrage.

Mit Unterstützung ihrer Männer und zahlreicher weiterer Helfer haben die vier Frauen seit 13 Jahren jeweils vier Basare pro Jahr auf die Beine gestellt. Bei je zweien wurde Kinderkleidung präsentiert, bei den beiden anderen Spielzeug und Großteile wie Kinderwagen oder -betten. „Wir hatten hier schon zehn Kinderwagen und 15 Buggys stehen“, berichtet Klander. Jetzt verlieren sich nur noch wenige solcher Gefährte in der Halle. „In Zeiten des Internets geht das eben zurück“, sagt John.

Dennoch hatte das Scheunenbasar-Team auch dieses Mal alle Hände voll zu tun. Denn die Basare zeichnet eine Besonderheit aus: Die angebotenen Waren werden thematisch sortiert. Da gibt es einen Bereich mit Puppen, einen mit Stofftieren, einen mit Playmobil-Figuren und einen mit Büchern.

Damit die Einnahmen aus den verkauften Teilen und die übrig gebliebenen Stücke hinterher den jeweiligen Besitzern zugeordnet werden können, müssen die Verkäufer ihre Angebote in Listen eintragen, und es müssen Preisschilder aufgeklebt werden. Das Team druckt Listen und Preise vorab, teilt zu und baut die Gegenstände dann auf Tischen auf. Insgesamt kommen da schnell 100 Arbeitsstunden zusammen. Von den Erlösen gehen 15 Prozent an die Kirchengemeinde, vorzugsweise für deren Jugendarbeit.

Doch das ist jetzt Vergangenheit: Am Sonnabend haben die vier Frauen zum letzten Mal auf Kunden gewartet. So ganz aufgeben wollen sie aber anscheinend doch nicht. „Wir überlegen, ob wir etwas für Erwachsene machen“, verrät Klander. „Vielleicht mit allem, was die Frau so braucht.“

Von Thomas Böger

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