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KGS: Erste Ausbildungsmesse kommt gut an

Sehnde KGS: Erste Ausbildungsmesse kommt gut an

Sehndes erste Ausbildungsmesse war ein voller Erfolg. Hunderte von Schülern haben sich in der Kooperativen Gesamtschule über Berufe informiert und praktische Aufgaben aus dem Arbeitsalltag ausprobiert. Die Unternehmen nutzten die Messe, um Praktikanten und Auszubildende zu rekrutieren.

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Infos rund um die Arbeit in der Zahnarztpraxis: Prophylaxe-Assistentin Annika Bergmann (links) und Hülya Yeyrek vom Zahnärzte-Zentrum Ladeholz erklären Daniel Krieger auf der Ausbildungsmesse Prothesen und Brücken.

Quelle: Katja Eggers

Sehnde. Insgesamt 24 Betriebe aus Sehnde und Umgebung hatten am Donnerstag ihre Stände aufgebaut und die Schüler nicht nur zu Gesprächen eingeladen. Die Ausbildungsmesse von KGS, Stadt, Ausbildungsverbund pro regio und Sehnder Kaufleuten hat an der KGS das sogenannte Profilforum abgelöst. Dieses war ausschließlich den Achtklässlern vorbehalten, die sich in der Oberstufe für einen der Schwerpunkte Naturwissenschaften, Sprachen oder Soziales entscheiden müssen. Nun durften erstmals auch der neunte und zehnte Jahrgang teilnehmen, von denen etliche demnächst ins Berufsleben wechseln.

Die Neuntklässlerinnen Marlen Sophia Lobenstein und Doreen Treichel informierten sich am Stand des Hotel-Restaurants Bei Baki etwa über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Gastronomie und deckten obendrein einen Tisch ein. Bei Holcim wurde den Schülern hingegen elektro-pneumatische Technik nähergebracht. Am Stand der Stadt wickelten die Jugendlichen Babypuppen - die Verwaltung warb für die Ausbildung zum Erzieher.

Am Stand des Klinikums Wahrendorff, das bei der Messe mit der Akademie für Pflege und Soziales (APS) vertreten war, probierten die Schüler einen "Altersanzug" an, der altersbedingte  Einschränkungen des Sehens, Hörens und  Bewegens simulierte. Maurice Dannberg versuchte, mit sogenannten Tremorhandschuhen, die Alterszittern nachahmen, einen Turm aus Klötzchen zu bauen. "Das war schwierig und total ungewohnt", sagte er sichtlich überrascht. "Mit solchen Übungen bekommen die Jugendlichen eine Idee davon, wie es sich mit einer eingeschränkten Wahrnehmung lebt", sagte Andrea Kath-Möbius von der APS. Ziel sei es, die Jugendlichen für eine Ausbildung im Pflegeberuf zu animieren.

Potenzielle Azubis anwerben wollte auch Jörn Neerhut von der Debeka-Versicherung. "Es ist schwierig, gutes Personal zu finden", sagte er. "Die Messe ist eine gute Möglichkeit, frühzeitig Kontakte zu knüpfen."

KGS-Fachbereichsleiter Helmut Glameyer freute sich, dass die Schüler auf der Messe mit vielen Firmen ins Gespräch kamen. "Die Hemmschwelle ist hier viel geringer", sagte er. Mit den Informationen aus erster Hand seien die Schüler zudem nicht so überfrachtet wie mit der Informationsflut im Internet.

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Von Katja Eggers

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