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Everns Schützen wollen in großem Stil bauen

Sehnde Everns Schützen wollen in großem Stil bauen

Der Schützenverein in Evern hat Großes vor. Er will sein Vereinshaus an der Ortsdurchfahrt erweitern, umbauen und in diesem Zug einen neuen Treff für das Dorf schaffen. Das hat Vereinschef Rüdiger Kappei am Montagabend im Ortsrat Dolgen-Evern-Haimar angekündigt. Er nannte Kosten von 270.000 Euro.

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Das Schützenhaus in Evern soll erweitert und umgebaut werden.

Quelle: Michael Schütz

Evern. Kappei machte vor den Ortspolitikern deutlich, warum der Schützenverein  ein derart großes Projekt schultern möchte. Ein Anbau am Vereinshaus sei baufällig und müsse abgerissen werden. Eine schlichte Erneuerung dieses Trakts sei wegen baurechtlicher Bestimmungen nicht mehr möglich. Außerdem drücke an vielen Stellen der Schuh. Das Vereinshaus, dass in Evern der letzte verbliebene Treff im Dorf ist, benötige ein Kühlhaus, einen Putzraum und einen Abstellraum für Tische und Stühle. Außerdem täte dem Verein ein Raum für die Lagerung von Akten gut. Und schließlich sollen fünf neue Schießbahnen für Luftdruckwaffen samt moderner, elektronischer Meyton-Anlage her.

Mittlerweile habe man bereits ein Architekturbüro eingeschaltet, machte Kappei klar. Erste Pläne präsentierte der Vorsitzende in der Sitzung. Darauf ist ein Baukörper zu erkennen, der sich an den vorhandenen Bau angliedert und sich an dessen Klinkerfassade anpassen soll. "Es wird ein sehr schönes Haus", sagte Kappei und kehrte etliche Vorteile eines Neubaus heraus. Unter anderem werde dieser inklusive Schießbahnen komplett behindertengerecht gestaltet.

Der Schützenchef betonte während der Sitzung, dass der Verein den Neubau als "zwingend notwendig" erachte und solch ein Vorhaben angesichts der zurzeit niedrigen Zinsen so günstig zu verwirklichen sei wie nie. "Und das Haus ist auch für ganz Evern eine Bereicherung", sagte Kappei. Er betonte, das neue Schützenhaus werde sich "allgemein für das Dorf öffnen". Konkret nannte Kappei Nutzungen durch die Jugend und Dorfgemeinschaft, für Feiern, Sitzungen oder auch als Wahllokal. Dazu sei zwar noch eine Änderung in der Vereinssatzung notwendig, diese könne man aber schnell herbeiführen.

Kappei bezifferte das ehrgeizige Projekt mit 270.000 Euro. Ein Drittel dieser Summe könne der Schützenverein problemlos selbst aufbringen, versicherte er. Darüber hinaus hoffe man auf Sponsoren und Zuschüsse von Landessportbund, Stadt und Bingo-Stiftung. Auch öffentliche Zuschüsse für die energetische Sanierung von Altbauten werde man anzapfen. Darüber hinaus werde der Verein möglicherweise den Abbruch des alten Anbaus sowie Innenarbeiten am Neubau in Eigenleistung erledigen.

Der Ortsrat nahm die Pläne positiv aus. Ortsbürgermeister Konrad Haarstrich sagte, er hoffe, "dass alles so klappt wie geplant". Evern brauche einen Raum für die Dorfgemeinschaft. Wenn der Schützenverein diesen nun schaffen wolle, sei das gut. Er sagte aber auch, dass etwa die finanziellen Mittel der Stadt begrenzt seien. Zuschüsse richteten sich stets nach strengen Regularien.

Der Schützenverein in Evern hat etwa 100 Mitglieder. Sein Vereinshaus in der Dorfmitte hat er laut Kappei schon einmal für rund 60.000 Euro auf Vordermann gebracht. Das Haus sei auf Erbbaurecht über 50 Jahre gepachtet. In 14 Jahren laufe dieser Kontrakt aus, es gebe aber schon jetzt Hinweise, dass eine Verlängerung möglich sei.

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Von Redakteur Achim Gückel

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