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Politik favorisiert modernen Anbau an Schule

Sehnde Politik favorisiert modernen Anbau an Schule

Die erste Entscheidung über die bauliche Erweiterung der Grundschule Höver zur Ganztagsschule ist gefallen. Der Ausschuss für Schule, Sport, Kultur und Soziales hat sich bei nur einer Enthaltung einstimmig für den auch von der Verwaltung favorisierten Standort 2 entschieden.

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Der Pausenhof der Grundschule Höver wird nach Fertigstellung des Anbaus deutlich kleiner werden.

Quelle: Köhler (Archiv)

Höver. Dieser sieht einen zweigeschossigen Anbau an der Straße Am Schulhof zwischen dem Altbau und dem Schützenhaus vor. Der Alternativstandort 1 war ein Anbau an der Schützenstraße, der letztlich jedoch wegen der Enge zur Nachbarschaft verworfen wurde.

An der Straße Am Schulhof könne ein „kompakter Baukörper“ erstellt werden, der zudem eine gute Verbindung zum Altbau habe, kostengünstiger sei und auch sonst Vorteile biete, hatte Architekt Ekkehard Vogt vom Architektenbüro Mosaik aus Hannover in der jüngsten Sitzung am Donnerstag erläutert. Bei der Erweiterung an der Schützenstraße wären die Klassenzimmer kleiner ausgefallen, der Abstellraum weggefallen und die Umnutzung des Dachgeschosses nur mit wirtschaftlich nicht vertretbarem Aufwand möglich gewesen.

Der Nachteil für den favorisierten Standort Am Schulhof: Der Pausenhof wird deutlich kleiner. Elisabeth Schärling (CDU) regte deshalb an, ob nicht die zweite Grünfläche auf der anderen Seite des Altbaus für die Zeit der Bauarbeiten als ergänzender Schulhof zur Verfügung gestellt werden könnte. Fachdienstleiter Wolfgang Bruns sagte zu, das zu prüfen. Das Grün dort müsste ohnehin beschnitten werden. Schärlings Nachfrage, ob der Neubau optisch an das alte Haus aus den Zwanzigerjahren angepasst werde, verneinte der Architekt. „Ich empfehle ein modernes Gebäude“, sagte Vogt.

Höver ist die kleinste Grundschule in Sehnde mit derzeit rund 100 Schülern. Mit der Erweiterung, die bis zu 2,2 Millionen Euro kostet, werde eine Zweizügigkeit für 180 bis 200 Schüler geschaffen, erläuterte Bruns. Dazu gehören neue Klassenräume und auch eine Mensa sowie ein Computerraum, der auch für die Differenzierung für Schüler mit unterschiedlichen Voraussetzungen genutzt werden könne.

Ortsbürgermeister Christoph Schemschat (SPD) stimmte auch wegen der größeren Klassenräume für den Standort 2 Am Schulhof. Ebenso wie sein Ratsfraktionskollege Wolfgang Toboldt, der in dem verwinkelten Altbau nicht nur Probleme etwa für Eltern mit Rollstuhl sieht. Bei der Variante 1 an der Schützenstraße wäre ein zweigeschossiger Baukörper bis auf sieben Meter an die Fensterfront des Lehrschwimmbeckens herangerückt: „Das wäre dort sehr gedrungen geworden und hätte viel Licht weggenommen.“

Diese Problematik hatte auch der Architekt in die Waagschale geworden – auch wenn es rechtlich möglich sei, wie Vogt erklärte. Zudem hätte dort die Küche mit Mensa in einem zusätzlichen eingeschossigen Anbau untergebracht werden müssen. Auch aus Sicht des Brandschutzes sei die Variante 2 sinnvoller, das habe die Feuerwehr bestätigt. Bei Variante 1 an der Schützenstraße wäre etwa eine Feuerwehrzufahrt entfallen, ein Löschangriff wäre nur über eine Drehleiter möglich gewesen.

Abgelehnt hat das Gremium einen Antrag der AfD, auch eine mögliche Erweiterung der Kita Höver gleich mit zu überplanen. Das gehöre nicht in diesen Ausschuss, war die einhellige Meinung.

Von Oliver Kühn

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