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Das Dorf in der sauren Niederung

Sehnde Das Dorf in der sauren Niederung

Die zwei kleinen Siedlungen existieren schon seit rund 500 Jahren nicht mehr. Doch ganz vergessen sind Sörßen und Klein Sehnde nicht. Seit knapp drei Jahren gibt es für die Orte große Gedenksteine. Jetzt prangen an den Findlingen auch kleine Infotafeln.

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Heinz Hellberg bring die Infotafel an den Sörßen-Gedenkstein an: Hartmut Völksen von der Jägerschaft (hinten, von links), Ortsbürgermeisterin Regine Höft und Heimatbundvorsitzender Heinz-Siegfried Strelow freuen sich darüber, dass auf diese Weise ein Stück fast vergessener Sehnder Geschichte wieder lebendig wird.

Quelle: Achim Gückel

Sehnde. Seit knapp drei Jahren gibt es für die vermutlich im 15. Jahrhundert aufgegebenen Siedlungen bei Sehnde große Gedenksteine. Jetzt prangen an den Findlingen auch kleine Infotafeln, die Auskunft über die beiden Dörfer geben. Vertreter von Ortsrat, Heimatbund, Dränverband und Jägerschaft haben sie angebracht.

Der Stein, der an Sörßen erinnert, befindet sich an einem beliebten Wanderweg in der Feldmark am Westrand Sehndes. Wer von dort aus in Richtung Rethmar blickt, erkennt die Niederung an der sogenannten Blauen Donau. An diesem Bach lag die 1360 erstmals erwähnte Siedlung, die später Sörßen genannt wurde. Ihr Name deutet auf den Standort in einer feuchten (sauren) Niederung hin. Doch schon gut 200 Jahre nach seinem Entstehen war das Dorf eine verlassene Wüstung.

Der Gedenkstein für Sörßen soll laut Sehndes Ortsbürgermeisterin Regina Höft ein Anlaufpunkt für Ausflügler werden. Das Gelände drumherum soll nun stets freigeschnitten werden. Auch eine Ruhebank gibt es dort.

Klein Sehnde lag einst zwischen Bolzum und Gretenberg. Im Jahre 1274 wurde es erstmals erwähnt. Eine Urkunde des Bistums Hildesheim weist für die Siedling sieben Hofstellen und ein adeliges Haus aus. Schon im frühen 16. Jahrhundert jedoch siedelten die Bewohner allesamt nach Bolzum oder Sehnde über. Heute sind in einem Feldgehölz noch die Rottekuhlen des einstigen Klein Sehnde erkennbar.

Die Gedenksteine für die beiden Wüstungen waren im September 2012 auf Initiative der mittlerweile verstorbenen Heimatbundvorsitzenden Hannelore Verhoef aufgestellt worden.

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