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Das Fräuleinwunder aus Ilten

Sehnde Das Fräuleinwunder aus Ilten

„Neues Fräuleinwunder?“ So kündigte Hannover Concerts Laura Diederich bei der Fête de la Musique im Sommer an. Eine neue Lena ist Laura noch nicht. Aber mit 1300 Facebook-Fans und mehr als 40 000 Klicks für ein Youtube-Video - und viel Glück - ist die 21-jährige Iltenerin auf einem guten Weg zum großen Erfolg.

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Laura Diederich komponiert ihre Lieder am Klavier.

Quelle: Kühn

Sehnde. Der Hut. Das ist ihr Erkennungszeichen geworden. Er ist aber nicht nur ein Modegag. „Dann sieht man nicht so, wenn man schwitzt“, sagt Laura Diederich ganz pragmatisch und lacht. Denn seit in diesem Jahr ihre erste CD „One“ auf den Markt kam, ist sie viel mit ihrer Band unterwegs. Und Scheinwerfer verbreiten eine ganz schöne Hitze.

Nun hofft sie, richtig durchstarten zu können. Ein Erfolg wie die Hannoveranerin Lena (Meyer-Landrut) wäre für sie ein Traum. „Dazu braucht man aber nicht nur viel Glück, sondern auch Können und Durchhaltevermögen“, weiß die 21-Jährige.

Ihre Musik nennt sie „mood music“, moderner Pop, Balladen und Soul, mit Texten über die Liebe und das Leben. Das sei mehr als ein Hobby und sogar noch mehr als eine Leidenschaft: „Sie ist ein Freund auf allen Wegen, Therapie zum Leben, Medizin bei Krankheit. Aus ihr ziehe ich meine Energie.“ Wenn sie einen Einfall hat, springt sie auch schon mal spätabends aus dem Bett und schreibt es auf.

Aber weil man sich auf einen möglichen Erfolg nicht verlassen kann, studiert die gebürtige und immer noch Iltenerin Medienmanagement an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover: „Ich will noch was in der Hinterhand haben“, sagt Laura. Sie könne auch mit einem „normalen“ Job glücklich werden, etwa im Marketing, bei Medien, als Projektmanagerin. Oder bei einer Versicherung. Aber mal im New Yorker Central Park aufzutreten, wäre cooler.

Ihre CD hat Marco Heggen produziert, Ex-Bassist der erfolgreichen Band Marquess. Damit ist sie in guten Händen. 8000 Klicks hat das Album bereits, der Song „Drop in the Water“ schon 42 000. Auf dem Cover kommt Laura Diederich ziemlich girliemäßig daher - zu Hause am Klavier im Wohnzimmer ihrer Eltern, in T-Shirt und Leggins (und Hut), zeigt sie sich als hübsche, junge und unkomplizierte Frau. Ohne Künstlernamen. „Johannes Oerding, Philipp Dittberner - heute heißen doch alle so“, sagt sie.

Die Kurzlebigkeit in der Musikbranche störe sie nicht. „Auch Bosse hat schon jahrelang Musik gemacht und Alben veröffentlicht, bevor er Erfolg hatte“, entgegnet die 21-Jährige. „Das muss wachsen.“ Immerhin kann sie schon Auftritte wie bei der Fête de la Musique oder beim Maschseefest vorweisen. Aber es gibt auch die Ochsentour: Etwa Gigs wie am Mittwoch bei Hannoverimpuls im Haus der Wirtschaftsförderung oder nächste Woche bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Garbsen. Man muss viel spielen, um bekannt zu werden. Auch Fury in the Slaughterhouse haben früher an jeder Milchkanne ein Konzert gegeben.

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