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Im Juni steigt das erste Draisinenfest

Sehnde Im Juni steigt das erste Draisinenfest

Ein seit Jahrzehnten nicht mehr genutztes Industriegleis liefert den Schauplatz für ein neuartiges Fest in Sehnde. Die Interessengemeinschaft Sehnde (IGS) stellt für Sonnabend, 18. Juni, ihr erstes Draisinenfest auf die Beine.

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Schauplatz für das neue Sehnder Fest: Hier sollen im Juni Draisinen fahren.

Quelle: Achim Gückel

Sehnde. Wer sie nicht kennt, nimmt sie kaum wahr – so sehr überwuchert ist die gut 400 Meter lange Bahntrasse zwischen der Lehrter Straße und der Achardstraße in Sehndes Norden. Nur die Bahnübergänge und die uralten Gleise zwischen Büschen, Bäumen und Wildwuchs erinnern daran, dass an dieser Stelle einst der Bahnzubringer zur längst abgerissenen Zuckerfabrik verlief. Bis zum 18. Juni wollen die Helfer der IGS die Gleisanlagen wieder freigeschnitten haben, damit dort zwei Draisinen mit Passagieren hin- und herfahren können – auf dem westlichen Abschnitt eine mit Motorbetrieb, auf dem östlichen eine mit Handbetrieb.

Alle Genehmigungen für den ungewöhnlichen Schienenverkehr hat die IGS bereits. Draisinen leiht sich die Händlergemeinschaft vom Verein Kleinbahn Wathlingen-Ehlershausen. Er pflegt eine ganze Reihe dieser Schienenfahrzeuge und verleiht sie für Fahrten auf den Bahnanlagen der alten Kaligruben. In Sehnde wird ein Sachkundiger aus dem Verein als Begleitung auf der Draisine Platz nehmen.

Das ist aber noch nicht alles. IGS-Vorsitzender Otfred Schreek und seine Mitstreiter haben ein Festprogramm zusammengestellt und als Schauplatz dafür den Wendehammer am Ende des Zuckerfabrikswegs, direkt neben der Astrid-Lindgren-Schule, ausgesucht. Er liegt nur einen Steinwurf von den alten Bahngleisen entfernt. Dort baut die IGS einen Getränkestand und ein Fleischer einen Bratwurststand auf. Auf einer Bühne gibt es Musik von der Band O Jacks aus Burgdorf. Zur Unterhaltung sollen ein Moderator und möglicherweise auch eine Hüpfburg für Kinder beitragen. Das Fest am 18. Juni beginnt um 13 Uhr und dauert bis 21 Uhr.

Dass gleichzeitig nur wenige Hundert Meter entfernt die Ortsfeuerwehr ihren Tag der offenen Tür veranstaltet, sieht Schreek nicht als Problem an. Er setzt auf eine Vernetzung der zwei Feste – und zwar mit einem Bustransfer. „Sehnde ist groß genug“, sagt Schreek. „Es kann zwei Feste an einem Tag vertragen.“

Das Schaufenster zieht um

Die lokale Messe Schaufenster Sehnde zieht erneut um. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsschau nicht wieder im Sternsaal am Borsigring, sondern in der Kooperativen Gesamtschule (KGS) über die Bühne gehen. Das hat der Vorsitzende der veranstaltenden Interessengemeinschaft Sehnde (IGS), Otfred Schreek, jetzt mitgeteilt. Grund für den Umzug seien Veränderungen bei den Pachtverhältnissen im Sternsaal. Dort sollen schon bald keine Großveranstaltungen mehr stattfinden, sagte Schreek. Die Gespräche mit der Stadt über den Umzug in die KGS seien schon geführt worden.

Das Schaufenster Sehnde 2017 ist für den 7. bis 10. April geplant. Die IGS hofft dabei wieder auf eine Vielzahl von lokalen Ausstellern. Bei früheren Schauen waren es mitunter rund 60 gewesen. Das Schaufenster hatte früher in Messezelten auf dem Marktplatz stattgefunden, war 2011 aber in den Sternsaal umgezogen. Diesen Schritt hatten Aussteller und Besucher gleichermaßen gelobt.

Die IGS hat darüber hinaus schon weitere Veranstaltungen terminiert. Die zweite Christmas-Party steigt am 17. Dezember auf dem Marktplatz. Für den 30. April 2017 ist dort das Fest Sehnde meets Ireland geplant.

Von Achim Gückel

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