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Mehr Einwohner und mehr Wohnraum: Sehnde wächst

Sehnde Mehr Einwohner und mehr Wohnraum: Sehnde wächst

Sehnde wächst weiter: Der aktuelle Demografiebericht der Region Hannover von 2015 bescheinigt der Kommune eine positive Entwicklung. Zuwächse gibt es nicht nur bei der Bevölkerung, sondern auch beim Wohnraum. Nur bei der gesundheitlichen Versorgung steht Sehnde nicht ganz so gut da.

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Sehnde wächst: Im Neubaugebiet Bergfeld im Ortsteil Rethmar wohnen junge Familien.

Quelle: Achim Gückel

Sehnde. Während viele Regionskommunen unter Bevölkerungsschwund leiden, ist Sehnde zwischen 2007 und 2012 um fast ein Prozent gewachsen - das sind mehr als 200 Neubürger.

Fachdienstleiter Godehard Kraft sieht damit die Arbeit der vergangenen Jahre bestätigt: "Wir haben für diese Entwicklung die entsprechenden Grundlagen geschaffen". Damit bezieht er sich vor allem auf die Ausweisung von neuen Baugebieten in der Stadt. Dadurch seien junge Familien nach Sehnde geholt worden. Das findet sich auch im Demografiebericht wieder: Die Gesellschaft in Sehnde ist relativ jung. Der Anteil der unter 18-Jährigen liegt bei 17 Prozent. Dies ist einer der höchsten Werte in der Region nach Uetze (18 Prozent). Der prozentuale Anteil der über 65-Jährigen ist mit ebenfalls 18 Prozent in Sehnde in der Region der niedrigste Wert. Zum Vergleich: Die Nachbarkommune Lehrte hat 20 Prozent über 65-Jährige. Springe ist in dieser Kategorie Spitzenreiter mit rund 24 Prozent.

Politik und Verwaltung haben in den vergangenen Jahren gute Entscheidungen getroffen. Allerdings steigen Bevölkerungszuwachs und Wohnungsbau nicht gleich an. Die Nachfrage nach Wohnungen ist weiter groß. Andere Kommunen wie Lehrte wiederum haben zusätzlichen Wohnraum geschaffen - obwohl die Bevölkerung abnimmt. "Wir haben da gut gewirtschaftet", sagt Kraft. Leerstehenden Wohnraum oder Baugebiete, die sich nicht vermarkten lassen, gibt es in Sehnde nicht. So soll es auch bleiben. "Wir wollen moderat wachsen und dabei alle Bedürfnisse im Blick haben", sagt Kraft.

In dem Bericht kann man weiterhin lesen, dass Sehnde als relativ kleine Stadt dennoch viele Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Und bei den Versorgungsquoten im Bereich Kinderbetreuung der unter Zweijährigen liegt Sehnde mit 45 Prozent im Mittelfeld.

Nur im Bereich Gesundheit hat Sehnde noch Handlungsbedarf. Im Jahr 2013 waren 12 Ärzte in Sehnde niedergelassen. Isernhagen mit vergleichbarer Bevölkerungsanzahl kommt da auf 15 Ärzte; Uetze mit deutlich weniger Einwohnern auf 14 Ärzte. "Wir haben in dem Bereich schon viel versucht, haben darauf aber leider wenig Einfluss", meint Kraft.

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Von Redakteur Patricia Oswald-Kipper

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