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Stimmen für zwei Ortsräte werden neu gezählt

Sehnde Stimmen für zwei Ortsräte werden neu gezählt

Die Stadt Sehnde zählt die bei den Kommunalwahlen am 11. September abgegebenen Stimmen zum Teil neu aus. Betroffen sind aber vorerst nur die Ergebnisse für die Wahlen zu den Ortsräten in Höver und Wehmingen. In beiden Dörfern war es bei den Abstimmungen besonders eng zugegangen.

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Quelle: kühn

Sehnde. Eigentlich sollte das Endergebnis der Kommunalwahlen in Sehnde bereits feststehen. Am Donnerstagabend hätte der Gemeindewahlausschuss es absegnen sollen. Doch daraus wurde nichts. Nur rund eine Stunde vor dem Zusammentreffen des Gremiums kam die Nachricht aus dem Rathaus: Die Sitzung wird verschoben. Den Grund dafür lieferte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke, der auch als Wahlleiter fungiert, am Freitagmittag nach. Für die Wahlen zu den Ortsräten in Wehmingen und Höver soll jeder Stimmzettel (383 in Wehmingen, 853 in Höver) erneut angeschaut und alle Kreuzchen noch einmal gezählt werden. Das geschieht ab Montag. Dann werde auch für alle anderen Ortsratswahlen noch einmal geprüft, ob eine erneute Zählung notwendig ist, heißt es.

Gab es also Pannen bei der Auszählung am Wahlabend? Nein, es gebe „keine konkreten Hinweise“ auf Fehler, sagt Lehrke. Er betont aber auch, dass die Auszählung der Wahlzettel zu den Ortsratswahlen erst nach jenen zur Regionsversammlung und zum Rat der Stadt erledigt wurden – mithin erst am späten Abend. Und da könne bei manchen Helfern nach einem hektischen Wahltag die Konzentration schon etwas gelitten haben. Daher sei es geboten, insbesondere bei den sehr knappen Ergebnissen noch einmal zu zählen.

In Wehmingen etwa beträgt der Vorsprung der SPD auf die CDU laut Lehrke nur 12 Stimmen, in Höver seien es 25. An diesen Mini-Vorsprüngen macht sich auch die Sitzverteilung in den Dorfparlamenten fest – mit jeweils einem Mandat mehr für die SPD. Letztlich hängt an den wenigen Stimmen Vorsprung auch die Frage nach der Besetzung des Ortsbürgermeisterpostens ab. In Wehmingen wäre das nach derzeitigem Stand Olaf Kruse (SPD), in Höver Ronald Siegismund (SPD).

Lehrke betont, dass bei den Wahlen zum Rat der Stadt alle vorliegenden Ergebnisse „schlüssig“ seien. Dort müsse man nicht nachzählen, zumal die Ergebnisse auch nirgends so eng seien wie bei den Wahlen zu den Ortsräten in Höver und Wehmingen. Auch die verhältnismäßig vielen Stimmzettel, die am Wahlabend wegen Ungültigkeit aussortiert wurden, habe man sich noch einmal genau angesehen – und einige davon im Nachhinein für gültig erklärt. Einfluss auf Mehrheitsverhältnisse oder die Sitzverteilungen im Rat habe das aber nicht gehabt.

Von Achim Gückel

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