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Grüne: Am liebsten kostenfreie Kindergärten

Sehnde Grüne: Am liebsten kostenfreie Kindergärten

Kinder, Jugendliche, Senioren, Umwelt und Wohnungsbau, Kinderbetreuung und Bürgerengagement: Die Sehnder Grünen haben wie alle Parteien eine breite Themenvielfalt in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Schwerpunkte wollen sie aber nicht bilden. "Es kommt auf die Grundeinstellung an", sagt der Fraktionsvorsitzende Günter Pöser.

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Quelle: Sandra Köhler

Sehnde. Deshalb habe man auch auf Wahlplakate verzichtet und stattdessen Info-Flyer verteilt, auf denen sich die Kandidaten vorstellen und ihre Arbeitsschwerpunkte nennen. "Eine Kommunalwahl ist ja eine Personenwahl", verdeutlicht Angelika Thomaier. So seien die Grünen natürlich für Windenergie - aber nicht am geplanten Standort Dolgen, ergänzt Wilfried Brauns, der auch Nabu-Mitglied ist. Deshalb sei man auch gegen eine Umgehungsstraße für die B 65. "Dann werden Landschaften zerschnitten und Menschen eingezingelt", sagt Brauns. Gleiches gelte für die KGS-Erweiterung, für die man nicht in das Papenholz eingreifen wolle.

Klare Kante zeigen die Grünen beim Thema Kinderbetreuung. "Am liebsten wären uns kostenfreie Kindergärten", betont Pöser. Man sei deshalb auch gegen die geplante Erhöhung der Kitagebühren - schließlich werbe die Verwaltung mit dem Logo "Familienstadt". Grundsätzlich leiste die Stadt auf diesem Gebiet aber gute Arbeit.

Ähnlich sieht es beim Wohnungsbau aus. "Wir müssen Baulücken verdichten und nicht immer nur ein- und Zweifamilienhäuser planen." Ziel müssten auch bezahlbare Wohnungen gerade für ältere Menschen sein. In Sachen Barrierefreiheit liege in der Stadt noch einiges im Argen. Sehnde sei ein Lebens- und Wohnstandort für Hannoveraner geworden. Mehr Dienstleister in die Stadt zu holen und Kleingewerbe anzusiedeln, sei das Gebot der Zukunft.

Dabei müsse aber auch die Infrastruktur mitwachsen, fordert Thomaier: "Die öffentliche Bücherei in der Schule ist in den Ferien immer geschlossen, das muss sich ändern." Auch mehr Begegnungsstätten und Treffpunkte seien wünschenswert.

Einig sind sich die sechs Kandidaten, dass eine positive Zukunft nicht ohne Bürgerengagement funktioniere. "Das ist der Schlüssel für die Entwicklung", sagt Pöser. Deutlich werde dies am Dorfladen Bolzum, der mithilfe der Bürger als Anteilseigner nicht nur wieder Einkaufmöglichkeiten im Ort geschaffen habe, sondern auch zu einem Treffpunkt avanciert sei.

Von Oliver Kühn

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