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Baugrundstücke nicht mehr nur für Bilmer

Sehnde Baugrundstücke nicht mehr nur für Bilmer

Der Sehnder Rat hat die Vergabekriterien für den Verkauf von Baugrundstücken im Neubaugebiet Vor den Bilmer Mühlen in Bilm geändert: Es sollen nun nicht mehr nur Bilmer oder Ex-Bilmer Vorrang haben, sondern auch alle anderen Kaufinteressenten berücksichtigt werden.

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Im Ortsrat herrscht Einigkeit (von links): Bernd Ostermeyer, Cord Waschke, Erhard Bödecker und Lutz Ahlswede begrüßen es, dass der Rat die Vergabekriterien für den Verkauf der Baugrundstücke im Neubaugebiet Bilm geändert hat.

Quelle: Katja Eggers

Bilm. Aufgrund der hohen Nachfrage wollte die Stadt zunächst Ortsansässigen und Personen, die schon einmal in Bilm gewohnt haben und dorthin zurückkehren möchten, den Vorrang geben. In der Sitzung am Donnerstag hat der Rat nun beschlossen, dass auch Nichtbilmer in dem neuen Baugebiet bauen dürfen.

Der Grund: Es gibt zwar viele Bewerber, aber nur wenige von ihnen sind Bilmer. An sie sind fünf der insgesamt zwölf Baugrundstücke mittlerweile vergeben. Alle anderen Bewerber wird die Stadt jetzt ebenfalls anschreiben. Die ersten Bagger könnten laut Bilms Ortsbürgermeister Bernd Ostermeyer möglicherweise schon in vier Wochen rollen. "Ich weiß, dass einige Familien bereits in den Startlöchern stehen", sagt der Ortsbürgermeister.

Ostermeyer gibt zu, dass er mit mehr Bewerbern aus Bilm gerechnet hatte. Er vermutet, dass auch die aktuelle Diskussion um die im Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgeführte Umgehungsstraße der Bundesstraße 65 im Stadtgebiet Schuld sein könnte, dass es nun weniger Interessenten gibt. "Wenn die Umgehung bei Bilm lang läuft, wäre das Neubaugebiet nur etwa 300 Meter davon entfernt - da haben viele vielleicht Bedenken", sagt Ostermeyer.

Im vergangenen Jahr hat es laut Cord Waschke aus der SPD-Fraktion im Ortsrat mehr als 200 Interessenten für das Neubaugebiet in Bilm gegeben. "Aber darunter waren natürlich auch Bewerber, die sich auch für andere Baugebiete in Sehnde eingeschrieben haben", sagt Waschke.

Drei der insgesamt zwölf Baugrundstücke im Baugebiet Vor den Bilmer Mühlen sollen nun noch bis zum 31. Dezember 2019 Bilmern vorbehalten bleiben. "Das ist eine gute Lösung", betont Ostermeyer. Im Ortsrat herrsche darüber Einigkeit. "Unser Ziel ist es, das Baugebiet schnellstmöglich fertig zu bekommen", sagt Cord Waschke.

Die völlig marode Mühlenstraße, die zum Neubaugebiet führt, soll unbedingt noch mit Mitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm saniert werden. Im Mai oder Juni sollen die Fördermittel für die Erneuerung beantragt werden. Die Anträge müssen bis zum 15. September eingereicht werden.

Im neuen Baugebiet am nordöstlichen Rand des Dorfes sollen zwölf Bauplätze für Einfamilienhäuser und Doppelhäuser in eineinhalbgeschossiger Bauweise entstehen. Die Stadt hat die bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen dafür gekauft.

Von Katja Eggers

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