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Kitaplätze und Mittagessen werden teurer

Sehnde Kitaplätze und Mittagessen werden teurer

So eine Entscheidung ist nicht populär: Mit Bauchschmerzen hat der Sehnder Rat am Donnerstagabend einstimmig die Erhöhung der Kitagebühren in zwei Schritten um insgesamt 10 Prozent und des Essensgeldes um 5 Prozent beschlossen. Die Grünen wollen sich dennoch dafür einsetzen, Eltern künftig bei den Kosten für das Mittagessen zu entlasten.

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Eltern in Sehnde müssen ab August nächsten Jahres tiefer in die Tasche greifen: 9 Euro pro Monat mehr für einen Kitaplatz mit sechs Stunden und 2 Euro mehr für das Mittagessen.

Quelle: Peter Kneffel (Symbolfoto)

Sehnde. Die Gebühren für Kita- und Krippenplätze in Sehnde steigen in den nächsten beiden Jahren um jeweils 5 Prozent. Zwischen 1,50 und 2 Euro pro Stunde fallen dabei zusätzlich an. Beispiel: Bei einer Betreuung von sechs Stunden wird ab dem 1. August 2017 ein Betrag von 186 Euro monatlich fällig – 9 Euro mehr als bisher. Auch das Essensgeld wird ab August nächsten Jahres um 5 Prozent von 40 auf 42 Euro monatlich angehoben. 

Die letzte Gebührenanpassung sei vor drei Jahren gewesen, argumentiert die Stadt - und seitdem seien vor allem die Personal-, aber auch die Energie-, Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten stark gestiegen. Diesem Argument folgte auch der Rat. Denn die Erhöhung der Kitagebühren ist Teil des sogenannten Haushaltssicherungskonzepts, mit dem die Stadt die Kostenentwicklung unter Kontrolle halten will. Dennoch decken die Kitagebühren weiterhin nur 23 Prozent der Kosten. 

Im Vorfeld hatten alle Fraktionen betont, dass sie die Erhöhung lieber vermieden hätten, sie aber unausweichlich sei. In der Ratssitzung beschrieben die Grünen noch einmal ihr Dilemma: "Wir haben zwar dem Haushaltssicherungskonzept zugestimmt, sehen die Erhöhung aber trotzdem kritisch", sagte Fraktionschef Günter Pöser. Seine Fraktion wolle deshalb in der nächsten Legislaturperiode daran arbeiten, wenigstens die Essenskosten zu reduzieren, um Eltern zu entlasten.

Zumindest in einem Punkt kommt die Stadt Eltern künftig entgegen - allerdings in einem sehr speziellen. Sollte es zu einer Schließung von Kitas wegen ansteckender Krankheiten oder wie im vergangenen Jahr während eines Streiks kommen, erhalten die Eltern ab dem elften Schließtag die Gebühren und das Essengeld für diesen Zeitraum erstattet. Bislang war dies laut Satzung erst nach einer Schließzeit von einem Monat möglich. "Das ist unser Beitrag zur Familienstadt", sagte CDU-Fraktionschef Hartmut Völksen, dessen Fraktion den Antrag eingebracht hatte. Die SPD nannte diesen "konsequent" und stimmte ebenso wie alle anderen zu.

Von Oliver Kühn

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