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 Hochgefühle 
auf dem Berg

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Das fünfte Sehnder Bergfest bricht die Rekorde: Am Wochenende haben sich so viele Menschen auf den Weg in luftige Höhe gemacht wie nie zuvor. Sowohl zur Party am Sonnabend als auch zum Familiensonntag strömten die Gäste in Scharen auf den Kalimandscharo.

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Impressionen vom 5. Sehnder Bergfest

Quelle: Katja Eggers

Sehnde. Allein bei der Party am Sonnabend feiern auf dem Kalimandscharo, dem Sehnder Hausberg, nach offiziellen Angaben rund 4500 Menschen bis spät in die Nacht hinein. Bei Musik der Bands The Jetlags und Bäm wird gesungen und getanzt. Selten zuvor ist die Stimmung bei einem Fest auf dem Bergplateau derart ausgelassen und fröhlich gewesen.

Der Familiensonntag lockt dann tags drauf neue Menschenmassen zum Gipfel. Über den Tag verteilt tummeln sich dort Tausende von Besuchern. Immer und immer wieder fahren die drei Shuttlebusse den Berg hinauf und wieder hinunter. „Das ist das beste und vollste Bergfest, das wir jemals hatten“, verkündet Ines Raulf vom Sehnde Stadtmarketing. Von Mal zu Mal habe die Freilauftsause in fast 100 Metern Höhe mehr und mehr Besucher angezogen. „Aber so voll wie diesmal war es echt noch nie“, sagt Raulf verblüfft.

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke hatte das Bergfest am Freitagabend mit einem zünftigen Fassbieranstich eröffnet. Sein Dank ging dabei unter anderem an die mehr als 500 ehrenamtlichen Helfer, die vor allem am Familiensonntag im Einsatz waren. Lehrke lobte zudem das Unternehmen K + S, das als Bergherr das Plateau für das Fest vorbereitet hatte. Sein Dank ging auch an das Veranstaltungsteam Aulich für deren „logistische Meisterleistung“. Auf dem Plateau den Tanzboden zu verlegen, sei eine echte Herausforderung gewesen. „Alle Beteiligten haben das fünfte Sehnder Bergfest zu dem gemacht, was es ist – einmalig!“, betonte Lehrke.

Am Familiensonntag ist besonders viel los

Am Familiensonntag des Bergfests ist der Kaliberg zum Schauplatz für Spiele, Mitmachaktionen, Ausstellungen und ein buntes Bühnenprogramm geworden. Besonderes Bonbon: Eine fantastische Aussicht.

Wer zu Fuß die letzten Meter bis zum Gipfel erklommen hat, zückt häufig erst einmal die Kamera und hält den freien Blick auf Hannover, Deister und den Mittellandkanal im Bild fest. Solch einen Ausblick hat man halt nicht alle Tage. Auf dem Plateau selbst gibt es am Sonntag aber ebenfalls viel zu entdecken. Ob jonglierende Gestalten auf Stelzen, eine Oldtimer-Show oder Hundestaffel – auf der gut 9700 Quadratmeter großen Fläche ist alle paar Meter etwas Neues zu sehen.

Wer den besonderen Nervenkitzel sucht, dreht nahe am Abgrund eine Runde mit dem Kettenkarussell. „Das war der Knaller, ich will gleich nochmal“, sagt Tobias (16) aus Sehnde. Familie Meyer aus Springe stärkt sich indes erst einmal gemeinschaftlich mit Fischbrötchen. Papa Felix zieht es dann zu den historischen Treckern der Wirringer Oldtimerfreunde. Sohnemann Dennis stellt sich brav am Hindernisparcours mit Riesenrutsche an. Mama Ines und Tochter Laura positionieren sich an der Bühne. Im halbstündigen Wechsel gibt es dort unter anderem Sportakrobatik, Tanz und Musik. „Es ist für jeden etwas dabei – und all das auch noch so hoch oben auf dem Berg“, schwärmt Meyer.

Begonnen hat die große Freiluftsause in fast 100 Metern Höhe am Vormittag mit einem Gottesdienst und zwei Taufen. Dass es am Vormittag auch kurz regnet, ist laut Ines Raulf vom Stadtmarketing gar nicht weiter schlimm. „Den Regen habe ich doch bestellt, das ist hier sonst so staubig“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. In der Tat haben die Besucher ab und an auf dem Plateau mit Wind und Sandwolken zu kämpfen. „Beim Aufbau sind wir fast weggeflogen“, sagt Sehndes Kontaktbeamter Stephan Flohr.

Der Berg ist am Sonnabend eine Partymeile

Am Sonnabend haben sich rund 4500 Bergfestbesucher in bester Partylaune präsentiert. Bis spät in die Nacht hinein feierten sie ausgelassen zur Musik der Jetlags und der Band Bäm. Jetlags-Frontsänger Cyril Krueger und seine Jungs wussten ziemlich genau, wie sie ihr Publikum begeistern konnten: Mit bekannten Songs aus den vergangenen 50 Jahren und aktuellen Hits.

Vor der Bühne ging entsprechend die Post ab. Die Zuhörer klatschten und johlten, sangen lautstark die Texte mit, tanzten und twisteten. „Die Stimmung ist einfach genial“, sagte Angela Koch aus Sehnde. Die Gruppe Bäm legte mit Soul, HipHop und Rock nach. Zum krönenden Abschluss standen beide Bands noch einmal gemeinsam auf der Bühne. Die letzten Töne erklangen gegen 1.45 Uhr.

Der letzte Shuttle-Bus fuhr gegen 3 Uhr vom Berg hinunter. Busfahrerin Sylvia Buchholz kannte auf der Strecke mittlerweile jedes Schlagloch. Wie oft sie am Sonnabend die Tour vom Fuße des Berges zum Gipfel und wieder zurück gefahren ist, wusste sie am Ende selbst nicht mehr. „Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen“, sagte sie lachend. Beim Aussteigen entließ sie die Fahrgäste stets mit einem lockeren Spruch. Die Besucher verabschiedeten sich fröhlich in die Nacht – voller Vorfreude auf das nächste Bergfest.

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Von Katja Eggers

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