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Die Pilgertour der Männer beginnt von Neuem

Sehnde Die Pilgertour der Männer beginnt von Neuem

Die Stichworte lauten Entschleunigung, Besinnung und Gemeinschaft. 15 Männer aus dem Kirchenkreis Burgdorf werden all das in der Zeit vom 2. bis 5. Oktober in besonders konzentrierter Form erleben. Sie gehen dann auf Pilgertour mit dem Sehnder Pastor Uwe Büttner. Ihre Route: Von Völkenroda bis Friedland.

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Sehndes Pastor Uwe Büttner geht wieder mit Männern auf Pilgertour. Der sogenannte Pilgerpass dokumentiert, dass er schon einmal den kompletten Weg von Loccum nach Völkenroda gegangen ist.

Quelle: Achim Gückel

Sehnde/Völkenroda. Pastor Büttner hat den gesamten Weg schon einmal hinter sich. Rund 300 Kilometer durch das Wesergebirge, den Vogler, den Solling und das Eichsfeld. Stolz zeigt er seinen Pilgerpass, der über und über bedruckt ist mit kleinen Stempeln aller Stationen auf dem offiziellen Pilgerweg, der von Loccum am Steinhuder Meer bis nach Völkenroda in Thüringen führt.

In den vergangenen vier Jahren ist Büttner diesen Weg etappenweise gegangen. Stets mit 15 männlichen Begleitern, stets in fünftägigen Aktionen im Frühjahr, bei denen täglich etwa 20 Kilometer Fußmarsch auf dem Programm standen. Durch Natur und Kulturlandschaft, von Kapelle zu Kirchen. So erschlossen sich die Männer nach und nach den gesamten, langen Pilgerweg. Los ging es im Frühjahr 2013 in Loccum, Schluss war im Frühjahr 2016 in Völkenroda. "Und nun gehen wir den Pilgerweg einfach noch einmal umgekehrter Richtung", sagt Büttner schmunzelnd und schiebt gleich einen kurzen Aufruf hinterher: "Es sind noch ein paar Plätze frei." Am 2. Oktober startet die Aktion in Völkenroda, am 5. Oktober endet sie in Friedland in Südniedersachsen.

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Der Sehnder Pastor ist im Kirchenkreis Burgdorf für die Männerarbeit zuständig. Er meint, dass Männern das Pilgern gut tun kann. "Pilgern ist mehr als Wandern", sagt er. Auf dem Marsch gebe es keine Ablenkung durch Mobiltelefone oder Zeitdruck. Der tägliche Marsch sei gleichermaßen körperliche Herausforderung wie er der Besinnung diene. Die Gemeinschaft zwischen den Männern wachse sehr schnell, es entstehe ein persönliches Miteinander, das Basis für Gespräche biete. Mitunter sprächen die Männer, die sich ein paar Tage zuvor noch völlig fremd waren, plötzlich über sehr persönliche Dinge. "Das Pilgern gibt auch Gelegenheit zum Austausch", weiß Büttner. Und das gelte auch über die Generationengrenzen hinweg. Die jüngsten Teilnehmer der bisherigen Touren seien Ende 30, die ältesten schon über 70 Jahre gewesen.

Am Anfang jedes Pilgertags steht stets eine kleine Andacht. Zwischendurch gebe es immer wieder Phasen des bewussten Schweigens, sagt Büttner. Und bei alledem habe jeder Teilnehmen stets ein kleines Pilgersöckchen, quasi als Talisman, bei sich, in dem ein Zettel mit einem Spruch steckt. Und der sei nicht immer aus der Bibel, sondern "auch mal weltlich".

Ein paar Voraussetzungen gibt es für das Pilgern allerdings schon: gutes Schuhwerk, einen ordentlich sitzenden Rucksack für Gepäck und Tagesverpflegung sowie genug Kondition für tägliche 20-Kilometer-Etappen.

Wer mit dem Sehnder Pastor Anfang Oktober auf Pilgermarsch gehen will, kann sich noch bis zum 1. September bei ihm unter Telefon (05138) 7096210 oder per Mail an ullaurs@t-online.de melden. Die Kosten betragen inklusive drei Übernachtungen mit Halbpension 180 Euro. Nähere Informationen gibt es dann auch bei einem Vorbereitungstreffen Mitte September.

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